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Schermbeck: Neue  Ansprechpartnerin für Alten-Betreuer

VON JULIA NAKÖTTER - zuletzt aktualisiert: 16.03.2010

Schermbeck (RPO). Der Wechsel kam unvermittelt und "für ein Modellprojekt, das sich im Aufbau befindet, sicherlich nicht unbedingt günstig", erklärt Nathalie Siegel. Doch die 27-jährige Diplom-Sozialwissenschaftlerin, die nun neue Leiterin der Beratungs- und Koordinierungsstelle ist, hat den Ehrgeiz, die derzeit 16 Nachbarschaftsbetreuer weiter zu begleiten. Ihre Vorgängerin Cornelia Schewe ist auf eigenen Wunsch aus dem Projekt ausgeschieden (RP berichtete).

Nathalie Siegel (27) leitet ab sofort die Koordinierungs- und Beratungsstelle im Soziokulturellen Zentrum. Foto: RPO

Nathalie Siegel ist seit Anfang März die neue Ansprechpartnerin für Senioren, deren Angehörige und die bereits geschulten und ehrenamtlich arbeitenden Alten-Betreuer. Als Diplom-Sozialpädagogin ist sie seit Februar bei der Akademie Klausenhof in Dingden angestellt. Im Oktober 2009 legte Nathalie Siegel ihr Diplom an der Uni Duisburg-Essen ab. Geboren ist die 27-Jährige in Essen. Aufgewachsen ist sie in Wesel. Derzeit wohnt Nathalie Siegel in Mülheim an der Ruhr.

"Das Modellprojekt der Nachbarschaftsbetreuer kannte ich bislang noch nicht", sagt die neue Koordinatorin. "Aber ich finde es gut, weil die Ehrenamtlichen und auch ich sehr viel von den älteren Menschen zurückbekommen." Das wichtigste an ihrer Arbeit in der Schnittstelle sei, dass "man einen guten Draht zu Menschen hat", ist sich Nathalie Siegel sicher. Denn die 27-Jährige stellt den ersten Kontakt zwischen den Hilfesuchenden und einem der Nachbarschaftsbetreuer her.

"Oft kann ich auch schon Fragen zur Pflegeversicherung beantworten oder Ansprechpartner vermitteln", berichtet Siegel von ihren ersten Erfahrungen. "Ich sorge dafür, dass die Senioren noch am gleichen Tag eine Rückmeldung bekommen und dass sie schnell Hilfe erfahren." Und diese werde mit großer Dankbarkeit entgegengenommen.

"Nach und nach spricht sich herum, welche Aufgaben die Betreuer übernehmen", sagt die Koordinatorin. Der Hilfebedarf sei so unterschiedlich wie die Lebenssituation der älteren Menschen. "Manchmal sorgen wir nur dafür, dass die Senioren sozialen Anschluss finden", weiß Siegel, die in der Akademie Klausenhof zudem jugendliche Arbeitslose sowie Migranten betreut.

Der Wunsch der 27-Jährigen: "Dass noch zahlreiche Nachbarschaftsbetreuer hinzukommen."

Quelle: RP

 
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