Wesel: Neues Unwetter legt die Region erneut lahm
VON FRITZ SCHUBERT - zuletzt aktualisiert: 15.07.2010Wesel (RPO). So schnell wie es finster wurde, so plötzlich brach gesten Abend erneut ein schweres Unwetter über dem Niederrhein los. Die Bahn stellte vorsichtshalber den Verkehr auf der Strecke Emmerich-Oberhausen ein.
Zu Recht, denn wie sich herausstellte, waren wieder Oberleitungen im Raum Hamminkeln beschädigt worden. Auf der Autobahn 3 war ebenfalls der Raum Emmerich / Rees / Hamminkeln von umgekippten Bäumen betroffen. Nach ersten Erkenntnissen von Paul Stockhausen aus dem kleinen Krisenstab des Kreises Wesel waren diesmal keine Personenschäden zu beklagen. Lediglich in Moers verletzte sich ein Feuerwehrmann bei einem Einsatz leicht. Einen Stromausfall gab es in Sonsbeck.
Volle Keller, gesperrte Straßen
Bereits um 18.40 Uhr wurde die Weseler Wehr per Sirene alarmiert. Bis auf Büderich, dessen Retter in der Hinterhand gehalten wurden, waren bald alle Löschzüge unterwegs. Besonders der Regen machte den Wehrleuten zu schaffen. Bis 20 Uhr waren fünf vollgelaufene Keller in der Innenstadt gemeldet. Die B 8 bei Flüren wurde wegen umgestürzter Bäume gesperrt. An der Birtener Straße in Ginderich drohte ein Baum auf ein Haus zu stürzen, sagte Jörg Grossart von der Weseler Wache. Tief durchatmen konnten die St. Petri-Junggesellen in Büderich. Der Ersatz für ihr Montag demoliertes Schützenzelt blieb unversehrt. Warnungen vor dem Unwetter kamen gestern nach RP-Informationen offenbar früher und zeigten mehr Wirkung. Jedenfalls wurden am Auesee Badegäste rechtzeitig von der anrückenden Gewitterfront informiert.
Ein ähnliches Bild bot sich in Hamminkeln: alle Züge alarmiert und bis zum Abend bereits 16 Einsätze. Im Wesentlichen ging es um Äste und kleinere Bäume, sagte Wehrchef Udo Zurmühlen. Von Wasserschäden im Gemeindegebiet war noch nichts bekannt.
Alle Hände voll zu tun hatte die Schermbecker Feuerwehr. Doch blieb es, wie Gregor Sebastian mitteilte, zunächst bei umgestürzten Bäumen und vollgelaufenen Kellern.
"Alle, die mit einer Kettensäge umgehen können, sind unterwegs", sagte Paul Stockhausen (Kreisverwaltung). THW und Hilfsdienste standen in Bereitschaft
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