Wesel: „Originalskis“ der Popmusik
VON ISABELL HÜLSER - zuletzt aktualisiert: 23.01.2011 - 16:42„Der Popolski Show“ begeisterte die Fans mit den Originalversionen großer Welthits in der Niederrheinhalle. Der „Lametta- Hall“, wie sie von der „polnischen“ Musikerfamilie , bekannt als „The Pops“, bezeichnet wurde.
Ein handfester Skandal, der am Wochenende in der Niederheinhalle ans Licht kam: Fast alle uns wohl bekannten Welthits der Popgeschichte sind geklaut! Eigentlich stammen die Titel, mit denen sich Musikgrößen der heutigen Zeit schmücken, aus der Feder eines bis jetzt unbekannten polnischen Songwriters und Komponisten: Opa Popolski. Ein echter Skandal, oder in diesem Zusammenhang besser „Skandalski“.
Erbe des Großvaters
Seine Enkel, allen voran Pavel Popolski (Achim Hagemann) haben es sich nun zur Aufgabe gemacht, das musikalische Erbe des Großvaters, dem Erfinder der Popmusik (die in ihren Anfängen „Popolskimusik“ hieß) bekannt zu machen. Und so machten „The Pops“ mit dem musikalischen Potenzial der „Jackson Five“ mit „Der Popolski Show“ auch in Wesel Halt. Sie zeigten, wie die Hits unserer Zeit in ihren eigentlichen Originalversionen klingen.
Passendes Ambiente: Die „Lametta-Hall of Wesel“. „Das ist die einzige Halle, in der das ganze Jahr die Weihnachtsdeko hängt“, erklärte Pavel Popolski mit einem Blick zur Decke. Nur gut, dass Cousine Dorota Popolski in ihrem roten Glitzerkleid locker mithalten konnte. „I wanna dance with somebody“ hauchte sie ins Mikrofon und stellte damit die Schweden „Mando Diao“, von denen die Zuschauer das Lied bis dahin kannten, nicht nur optisch in den Schatten.
„The Pops“ sorgten sofort für Stimmung – einen gemeinsamen „Vudka“ (Wodka) zum Warmwerden gab es samt Trinkanleitung. Wichtig: Glas in die rechte Hand („Vudka-Hand“) und nach dem Trinken über die Schulter schmeißen. Und so klirrten Sekunden später zahlreiche Plastikgläschen auf dem Boden der „Lametta-Hall“. Ebenfalls aktiv zeigten sich die Weseler beim rhythmischen Schunkeln zur „Schunkelversion“ von „I’m outta love“.
Klar, dass sich die Musiker nach der Präsentation ihres großen musikalischen Repertoires, immer gespickt mit Anekdoten aus dem Leben der bunten polnischen Familie, eine weitere „Vudka-Pause“ verdient hatten. „Die ist in Polen gesetzlich vorgeschrieben“, verriet Pavel Popolski. Und da wer trinken will, auch essen muss, gab es eine „Futterpause“. Die nutze manch einer zur Vertiefung der gelernten Trinkabfolge.
So wie die Weseler Viererkombo Volker, Henning, Lars und (nach eigenen Angaben) dem uneheliche Sohn von Pavel Popolski. Frisch gestärkt ging es in die zweite Hälfte des Konzerts. Hier überzeugten die „Originalversionen“ von „Wind of Change“, „Ein bisschen Frieden“ und, als Höhepunkt: „From Zabrze with love“. Als Zugabe gab es den Song über eine Kirschenverkäuferin – besser bekannt unter dem Titel „Cheri, cheri lady“, bei dem Janusz, der Jüngste der Familie, dank nacktem Oberkörper überzeugte. Ein „Augenschmauski“ sozusagen.
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