Hamminkeln: Ovationen bei Theaterpremiere
zuletzt aktualisiert: 03.11.2008Hamminkeln (RPO). Die Amateur-Theater-Gruppe um Tina Segler hat es wiedermal geschafft, ein rundum gelungenes Stück auf die Bühne zu bringen. Die am Niederrhein bekannte Gruppe „R(h)einsegler“ zeigte Freitag- und Samstagabend in der Hamminkelner Friedenshalle das Stück „Herrencreme“. Und die vielen Zuschauer bedankten sich mit viel Beifall für die gute Unterhaltung.
In dem von Autorin Tina Segler t geschrieben Lustspiel, versucht Justus, einzigartig gespielt von Markus Schmidt, seiner neuen Freundin einen Heiratsantrag zu machen. Doch seine Schwester Judith, die sich plötzlich von ihrem Mann getrennt hat, hat die alte Clique zu einem gemütlichen Wochenende bei Justus eingeladen. Dabei entstehen viele komische und verrückte Situationen, in denen Justus einen Spagat zwischen einem romantischen Womanizer und einem guten Kumpel, der gerne trinkt, bewerkstelligen muss.
Tabuthemen und Vorurteile
Die Figuren im Stück behandelten zahlreiche Tabuthemen und Vorurteile, die zwischen Männern und Frauen und zwischen Männern und Männern auftauchen, mit einem Augenzwinkern.
Justus’ langjähriger Kumpel Ludger (Thomas Duvenbeck), outet sich an dem Wochenende zu seiner Vorliebe für muskulöse Männer. Und sofort ist für die Freunde klar, zumal er abgenommen hat und erkältet ist, dass Ludger eigentlich schon fast im Grab liegt – er muss Aids haben.
Segler schaffte es, das Stück so zu konzipieren, dass man als Zuschauer lacht, aber auch über seine eigenen Vorurteile nachdachte. So sagt Judith, Justus Schwester, gespielt von Steffi Terörde: „Man muss andere Menschen akzeptieren und respektieren, wie sie sind.“ Doch dann beschimpft sie die neue Freundin des Bruders als „Zimtzicke“. Und das, obwohl sie mit ihr noch kein Wort gewechselt hat.
Alles geht gut aus
Auch andere aktuelle Themen werden in dem Stück aufgegriffen. Daniel, ein weiterer Freund der Geschwister, kommt mit seinen kleinen Zwillingen zu Besuch. Er ist Hausmann, seine Frau geht arbeiten. Sein Problem ist, dass er seine Zwillinge ständig vergisst und die Rolle des Hausmanns nicht richtig ausfüllt. Doch zum Ende hin sind alle Eskapaden und Verstrickungen aufgeklärt. Zum Schluss sitzt die ganze Clique bei einem Gläschen Wein zusammen und alles ist wieder in Ordnung. Vorhang. Tosender Applaus, stehende Ovationen.
Weitere Aufführungen sind geplant am 17. Januar im Saal der Gaststätte Hoffmann in Dingden, außerdem in der Gnadenkirche Wesel. Infos im Internet unter www.rheinsegler.de
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