Wesel: Pläne für ein Spaßbad in Wesel
VON KLAUS NIKOLEI - zuletzt aktualisiert: 11.02.2012Wesel (RP). Hoffen auf mildere Temperaturen Projektentwickler Peter Kornstaedt (emporico GmbH) möchte auf einem 27 000 m2 großen Areal in Obrighoven ein Spaßbad errichten. Doch zunächst möchte er das gesamte Ex-Ursa-Areal plus Optionsfläche vermarkten.
Zweifelsohne gehört das Heubergbad mit seiner Saunalandschaft zu den attraktivsten Freizeiteinrichtungen Wesels. Trotzdem gibt es nicht wenige, die regelmäßig die Spaßbäder in Bocholt, Borken Oberhausen oder Dorsten ansteuern. Ein solches Fun-Bad, sagt Peter Kornstaedt, Geschäftsführer der im Bereich Vermarktung und Finanzierung von Immobilien tätigen Weseler emporico GmbH, "würde Wesel gut zu Gesicht stehen". Der Projektentwickler ist auch in Besitz eines 27 000 Quadratmeter großen Grundstücks im Bereich Feldstraße/Auf dem Heidchen/Rudolf-Diesel-Straße (Obrighoven), das er selbst als "überaus geeignet" bezeichnet. Einen Investor sowie einen interessierten Betreiber hat er auch schon an der Hand.
15 hgw-Leute übernommen
Doch bevor Kornstaedt bei der Stadt eine Bauvoranfrage stellen wird, möchte er zwei andere Baustellen abschließen. Zum einen die Vermarktung der Fläche des ehemaligen Dämmstoffwerkes Ursa (Rudolf-Diesel-Straße, 33 500 m2). Die meisten Grundstücke sind bereits verkauft. In Verhandlungen steht er nun mit dem Betreiber einer Veranstaltungshalle (für türkische Hochzeiten, etc.) und einer Firma, die einen neuen Standort im Kreis Wesel sucht. Sobald der Frost aus dem Boden gewichen ist, werden die Fundamente für die ersten Hallen gegossen – von den Mitarbeitern des kürzlich erst gegründeten Fachbereichs Hochbau. Die 13 neuen emporico-Leute (plus zwei Lehrlinge) waren zuvor bei der insolventen Firma Hoch- und Gewerbau Wesel (hgw) beschäftigt.
Fast genauso groß wie das Ex-Ursa-Areal ist die gegenüberliegende Wiese, die ebenfalls der emporico GmbH gehört und Ursa einst als Erweiterungsfläche zur Verfügung stand. Kornstaedts Plan ist es, dort Handwerksbetriebe anzusiedeln. "Entweder bauen Interessenten selbst, oder aber wir erstellen Gebäude nach den Wünschen der Betriebe und vermieten diese dann." Gerne hätte er auch dem Betreiber eines Kasinos ein Grundstück angeboten, doch habe dies die Stadt nicht gewollt. Mehr Glück hatte der Geschäftsmann linksrheinisch. Im Xanten-Birtener Gewerbegebiet an der B 57 hat er seinen Wunsch realisiert. "In Wesel, das ist auch der Eindruck anderer Firmen und Vermarkter, läuft im Vergleich zu anderen Städten alles etwas zähflüssig", bedauert Kornstaedt.
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