Wesel: Pleitgen bringt Dr. Stratmann mit
VON KLAUS NIKOLEI - zuletzt aktualisiert: 13.02.2009Wesel (RPO). An Karnevalssonntag verleiht das närrische Parlament den 33. Weseler Eselorden an den ehemaligen WDR-Intendanten Fritz Pleitgen. Als Stargast im Gepäck hat er den Kabarettisten Dr. Ludger Stratmann. Auch Tagesschau-Sprecher Jan Hofer, Ordensträger von 1996, hat sein Kommen zugesagt.
Für so manchen Jecken ist die Eselorden-Verleihung der Höhepunkt des karnevalistischen Treibens in der Kreisstadt. Das Beste aus den Sitzungen der Vereine plus prominente Köpfe auf dem grauen Pappesel haben in den letzten Jahren stets für eine gut gefüllte Niederrheinhalle gesorgt. Dass auch die 33. Ordensverleihung am Sonntag, 22. Februar, ein Erfolg wird, daran haben Ulla Hornemann, Präsidentin des närrischen Parlaments, und ihr neuer Stellvertreter Frank Schulten keine Zweifel. Denn der neue Eselordenträger Dr. h.c. Fritz Pleitgen, ehemaliger WDR-Intendant und Vorsitzender der Geschäftsführung der Ruhr 2010 GmbH, hat seinen "Leibarzt" im Gepäck: Dr. Ludger Stratmann.
Goldenes Buch
Nach der Vertragsunterzeichnung und dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt hielt Prof. Dr. Irmgard Hantsche einen Vortrag zum Thema "Wesel als Festungsstadt um 1880". Darin legte sie dar, dass sich die Stadtbefestigung trotz der wirtschaftlich günstigen Lage der Hansestadt am Rhein nachteilig auf die Entwicklung auswirkte.
Ex-RP-Chef kommt zum Jubiläum
Von dem beliebten Kabarettisten aus dem Ruhrpott erhofft sich Hornemann "eine hintergründige, mit spitzer Feder" geschriebene Büttenrede. Möglichst im Stil der großen Redner der Mainzer Fastnacht. Denn der tiefgründige Humor, den die Narren in der alten Dom- und Bischofsstadt pflegen, hat's Hornemann angetan. "Davon können sich die Karnevalisten am Nordrhein ein Beispiel nehmen", sagt sie.
"Dr. Stratmann ist ein echtes Zugpferd", ist auch Schulten überzeugt. Prominenz auch im Publikum: Der aus Wesel stammende Tagesschau-Sprecher Jan Hofer (Ordensträger 1996) und der vor genau 25 Jahren ausgezeichnete ehemalige RP-Chefredakteur Dr. Joachim Sobotta haben ihr Kommen zugesagt.
Aber auch sonst kann sich das Programm der Eselordenverleihung (Eintritt: frei) sehen lassen. Bevor der neue Eselordenträger um 12 Uhr feierlich in den Saal einzieht und für seine Eselei ausgezeichnet wird, dass er Essen und nicht Wesel 2010 zur Kulturhauptstadt gekürt hat (Hornemann: "Wo wir doch in Wesel deutlich mehr Kultur haben"), sorgen unter anderem die KVC-Wieselchen mit ihrer Römer-Tanz für einen ersten Höhepunkt. Anschließend plant Werner Völlings als Skifahrer in der Bütt einen Angriff auf die Lachmuskeln der Narren. Es folgen die Kolping Show-Tanz-Gruppe, die KVC-Wiesel und die Prinzengarde. Als Schornsteinfeger vom Dienst steigt Christoph Brincks (Kolping) vom Dach herab direkt in die Bütt.
Neues Weseler Brückenlied
Nach dem humoristischen Beitrag von Dr. Stratmann und den Tanzeinlagen von Nadine und Jan beziehungsweise der Feldmarker Bauern, werden Franz, Klaus & Friends mit ihren Songs dem Publikum so richtig einheizen. Keine Frage, dass sie auch ihr neuestes Werk, das Weseler Brücken-Lied (Melodie: "Über sieben Brücken musst du gehn") zum Besten geben werden. Und natürlich werden sie zum Großen Finale ihr Weseler Echo-Lied anstimmen.
Eintritt zur Eselordenverleihung ist frei. Einlass in die Niederrheinhalle ist um 9.30 Uhr, los geht's um 10.30 Uhr
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