Wesel: Pokal geholt und Gastkoch auf Malediven
zuletzt aktualisiert: 02.09.2009Wesel (RPO). HAMMINKELN/REES Lukas Stratmann (19), Kochlehrling im dritten Ausbildungsjahr im Marienthaler Romantik Hotel Haus Elmer, hat jetzt beim Weltköchetag auf dem Kölner Messegelände nicht nur den Handelshof-Pokal der Pokalsieger gewonnen. Der junge Mann aus Mehr erhält zudem die Möglichkeit, als Austausch-Koch sechs Wochen lang in einem Fünf-Sterne-Hotel auf den Malediven die Geheimnisse der exotischen Küche kennenzulernen. Mit Stratmann sprach RP-Redakteur Klaus Nikolei.
Wie kam es dazu, dass man Dich zum Weltköchetag eingeladen hat?
Stratmann Bei den Niederrheinmeisterschaften im Frühjahr im Weseler Hotel Hohe Mark bin ich auf dem zweiten Platz gelandet. Allerdings hatte ich im praktischen Teil die Höchstnote. Deshalb hat mich der Handelshof als Mitorganisator und Sponsor zum Pokalsieger-Wettbewerb nach Köln eingeladen.
Wer waren dort Deine Konkurrenten?
Stratmann Die besten Nachwuchsleute aus ganz NRW.
Was musstest Du kochen?
Stratmann Es gab einen Warenkorb mit Lachs, Maishähnchen, Pfifferlingen, Weinberg-Pfirsichen und Romanesco, der als grüner Blumenkohl bekannt ist.
Und was hast Du daraus für ein Menü kreiert?
Stratmann Als Vorspeise Lachs im Kräutercrêpes und Salat von Romanesco. Als nächstes Maishähnchen mit römischen Nocken und Pfifferlingen. Und zum Abschluss ein Mousse von Weinberg-Pfirsichen mit Prosecco-Sorbet.
Wer durfte kosten und bewerten?
Stratmann Ein Team von zehn Profiköchen. In die Bewertung sind nicht nur Geschmack, sondern auch Sauberkeit am Arbeitsplatz und Schnitttechniken eingeflossen.
Neben dem Pokal hast Du auch eine Reise gewonnen.
Stratmann Richtig. Und zwar darf ich an einem Köche-Austausch teilnehmen. Ich werde voraussichtlich noch in diesem Jahr auf die Malediven fliegen und dort in einem Fünf-Sterne-Hotel kochen.
Welche Ziele hast Du Dir in nächster Zeit gesetzt?
Stratmann Ich möchte nächstes Jahr versuchen, die Niederrheinmeisterschaft zu gewinnen. Dafür muss ich noch etwas an der Theorie arbeiten. Danach stehen die Abschlussprüfungen an. Nach meinen Lehr- und Wanderjahren möchte ich übrigens ein eigenes Restaurant betreiben.
Musst Du an Deinen freien Tagen eigentlich zu Hause bei Deinen Eltern kochen?
Stratmann Nein (lacht). Mamas Hausmannskost ist am besten.
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