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Wesel: Rampe statt Tunnel

VON THOMAS HESSE - zuletzt aktualisiert: 20.03.2009

Wesel (RPO). Statt die Planung von 1994 für einen Betuwe-Tunnel weiter zu verfolgen, schlägt die CDU die Kehrtwende vor. Mit einer neuen Verbindung von Hamminkelner Land- zur Emmericher Straße hält sie Verkehr aus der Feldmark heraus.

Statt Autotunnel unter der Bahn im Bereich Hessenweg schlägt die CDU den Bau einer Verbindungsstraße von der Hamminkelner Land- zur Emmericher Straße (orange) vor. Das würde Feldmark und "Hessenviertel" entlasten. repro: koster Foto: RPO
Statt Autotunnel unter der Bahn im Bereich Hessenweg schlägt die CDU den Bau einer Verbindungsstraße von der Hamminkelner Land- zur Emmericher Straße (orange) vor. Das würde Feldmark und "Hessenviertel" entlasten. repro: koster Foto: RPO

Dass die Betuwe-Linie ausgebaut wird und in der Feldmark der Übergang Holzweg beseitigt werden muss, ist seit langem bekannt. Als verkehrstechnische Lösung zwischen Feldmark und Lackhausen holten die Verkehrsplaner eine Variante von 1994 aus der Schublade. Neueres und Durchdachteres gibt es nicht. Nachteil der Alt-Planung mit einer Unterführung im Bereich Hessenweg: Enorme Verkehrsbelastung (4500 Fahrzeuge täglich) direkt an Berufskolleg, Mühlenweg-Grundschule und Herz-Jesu-Kindergarten, eine neue Straße mitten durchs Hessenviertel und mehr Belastung am Holzweg-Knotenpunkt bei Komp. Ganz abgesehen von stärkerem Verkehrsdruck auf der Hamminkelner Landstraße. Die CDU um Frank Schulten, Adalbert Gose und Manfred Sevenheck hat nachgedacht und eine Alternative mit Charme und Perspektive gefunden. Und die preiswerter als ein neuer Tunnel zu haben ist.

Info

Bleibt Haltepunkt ?

Auch der Verbleib des Haltepunkts Feldmark der Bahn sei ohne Auto-Tunnel neu zu überdenken, so die CDU. Sie will die Beurteilung von Pro Bahn dazu hören.

Die Straßenplanung soll den Bürgern am Mittwoch, 25. März, um 19 Uhr in der Gaststätte Busch vorgestellt werden.

"Keinen Haken gefunden"

Wie sieht die Planung aus? Der Fußgänger-/Radfahrer-Tunnel Holzweg bleibt, das Projekt am Hessenweg mutiert ebenfalls zum Radler-Fußgänger-Durchgang – ohne Autos. Stattdessen will die CDU viel Verkehr aus der Feldmark heraushalten, indem sie Autos aus Blumenkamp direkt auf die Emmericher Straße lenkt. In Höhe des alten Hessenwegs schlägt sie von der Hamminkelner Landstraße eine nagelneue Verbindungsstraße über eine Rampe zur Emmericher Straße vor. Die ist ohnehin im Zuge der neuen Südumgehung künftig so etwas wie eine Feldmarker Umfahrung. Die Fahrt von Blumenkamp nach Lackhausen etwa wäre abgekürzt aber auch die in die Stadt. Verkehrspolitiker Frank Schulten: "Am Berufskolleg herrscht heute schon Chaos, wenn 3500 Schüler täglich ankommen. Der Durchgangsverkehr mit dem neuen Tunnel ist mit 4500 Fahrzeugen täglich prognostiziert. Das Chaos muss nicht sein." man habe schwer darüber nachgedacht, ob der Alternativvorschlag zum Tunnel einen Haken habe, aber keinen gefunden.

Weitere Vorteile sieht auch der Feldmarker Adalbert Gose darin, dass der Kreuzungsbereich Holzweg / Hessenweg entschärft und der berüchtigte Schleichverkehr Ackerstraße / Barthel-Bruyn-Weg / Hamminkelner Landstraße unterbunden wird.Auch der Kreuzungsbereich Emmericher Straße / Holzweg würde durch wegfallende Linksabbieger entlastet, der Holzweg insgesamt auch. Weil mit der Rampe zur Emmericher Straße aus CDU-Sicht die geplante, stark belastete Durchfahrtstraße unnötig wäre, würde das "Hessenviertel" als Wohnort aufgewertet. Auch die Troglage der Betuwe sei einfacher möglich. Nicht zu vergessen: "Die Verbindung an die Emmericher Straße macht uns unabhängig von Verhandlungspartner Bahn."

Quelle: RP

 
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