Wesel: Reuber-Straße: Nicht auf Kosten der Allgemeinheit
zuletzt aktualisiert: 03.06.2008Wesel (RPO). Die Situation an der Dr. Reuber-Straße im Hanseviertel verschärft sich. Dort gibt’s Ärger, weil, wie berichtet, Straße und Grundstücke teils auf unterschiedlicher Höhe sind. Die Gemengelage ist schwierig. Bürgermeisterin Ulrike Westkamp, deren Dezernat die Bebauungsplanung macht, sagt nur „alles rechtens“ und verweist auf ASG. Ihr zuständiger Fachbereichsleiter Michael Klessa sagte Samstag in der RP, die Architekten beziehungsweise Bauträger seien in der Verantwortung, da sie die Höhen im Bebauungsplan hätten prüfen müssen. Die Anwohner wiederum behaupten, ASG ignoriere die Probleme und schaden sich, indem sie einseitig informieren. ASG-Chef Franz Michelbrink wiederum betonte gestern erneut: „Der Bebauungsplan, der wegen des Versickerungsteiches in besonderer Weise debattiert wurde, legt die verbindliche Richtlinie für Straßen- und Grundstückshöhe fest, was wichtig für Zufahrten und Vorgärten ist. Der Bauherr bzw. Architekt holt sich Höhen aus dem Bebauungsplan und danach wird gebaut.“
Genauso hatte die Fachverwaltung im Rathaus argumentiert. Michelbrink sagt außerdem: „Der Ärger ist verständlich. Unverständlich ist, warum Ärger auf ASG abgewälzt wird. Ich habe kein Problem, Fehler einzugestehen. Wenn wir keine gemacht haben, können wir nicht dafür geradestehen und schon gar nicht finanziell.“ Ein Rückbau würde auf Kosten der Allgemeinheit gehen, das könne nicht sein.
Die Anwohner protestieren mit einer Unterschriftenliste. Es gehe nicht darum, wer Recht habe. Das Problem sei vor Monaten angesprochen worden, ASG liefere nur „lapidare Antworten“. Bürgernahes Krisenmanagement sehe anders aus.
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