Schermbeck: Runder Tisch: Betreutes Wohnen nötig
zuletzt aktualisiert: 10.11.2007Schermbeck (RPO). Effektiv und informativ verlief ein Gesprächsabend, zu dem Klaus Roth als Mitglied des „Runden Tisches älterer Menschen Kreis Wesel“ eingeladen hatte. 26 Mitglieder von Verbänden und Gruppen sorgten Donnerstagabend für angeregte Diskussionen, an denen sich auch Christina Mayer beteiligte. Sie ist Mitarbeiterin des Fachbereiches Soziales beim Kreis Wesel.
Der Einladung, Schermbecker Lebensverhältnisse aus dem Blickwinkel älterer und/oder behinderter Menschen zu beurteilen, folgten die Besucher gerne. Lothar Kiepsch hatte seine Anregungen geschickt. Der Rollstuhlfahrer bemängelte, dass es zu wenig Rampen gibt, über die er öffentliche Einrichtungen und private Firmen erreichen kann. Ein Diskutant bemängelte Probleme bei Straßenüberquerungen; vielfach sei es für Rollstuhlfahrer oder Benutzer von Rollatoren nicht möglich, problemlos vom Fußweg zur Straße zu gelangen.
Schermbeck braucht Fachärzte
Die fehlende Versorgung Schermbecks mit Fachärzten wurde kritisiert. So habe Schermbeck weder einen Facharzt für Orthopädie noch für Augenheilkunde oder für den Hals-, Nasen- und Ohrenbereich. Die Versammlung erwartet von den Politikern, dass sie sich um Möglichkeiten zur Verbesserung der ärztlichen Versorgung bemühen. Haymo Preuß regte an, eine Befragung zu starten, um den Bedarf für die Einrichtung eines Bürgerbus zu ermitteln.
Klaus Roth will parallel dazu, zunächst im Ortsteil Bricht, ermitteln, ob ein Projekt der Nachbarschaftshilfe realisiert werden kann, bei dem wechselseitige Hilfsdienste durch Punkte verrechnet werden können.
Schermbecker Geschäfte konzentrieren sich nach Auffassung der Senioren zu sehr auf den Bedarf junger Menschen. Besonders problematisch sei der Kauf von Bekleidung für ältere Menschen. Mehr als die Hälfte der Besucher sprach sich für den Bau von barrierefreien Wohnungen in Schermbeck aus. Bedauert wurde, dass am Heggenkamp die Chance vertan werde, in der Nähe des Marienheims Wohnungen für betreutes Wohnen zu errichten. Bedauert wurde auch, dass es keine Umfrage gegeben habe, um in der Bevölkerung den Bedarf für solche Wohnungen zu ermitteln.
Klaus Roth (CDU) wurde beauftragt, im nächsten Rat über das Treffen zu informieren. Angeregt wurde, einen Seniorenbeirat ins Leben zu rufen. Vier Teilnehmer erklärten sich bereit, in einem solchen Beirat mitzuwirken.
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