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Wesel: Schepersfeld: Interessengemeinschaft statt Verein

VON KLAUS NIKOLEI - zuletzt aktualisiert: 18.02.2010

Wesel (RPO). Die Idee, das seit zwei Jahren für jeden Bürger offene Stadtteilprojekt Schepersfeld künftig als eingetragenen Verein weiterzuführen, ist zunächst vom Tisch. Stattdessen soll beim nächsten Treffen am 16. März die Gründung einer Interessengemeinschaft (IG) beschlossen werden.

Neithard Kuhrke, Projektmoderator im Schepersfeld Foto: RPO
Neithard Kuhrke, Projektmoderator im Schepersfeld Foto: RPO

Eine Arbeitsgruppe wird bis dahin die Ziele der IG schriftlich festlegen und eine entsprechende Satzung formulieren, über die dann abgestimmt wird. Nach kontrovers geführter Diskussion einigten sich die Teilnehmer des Stadtteilprojektes bei ihrer jüngsten Sitzung Dienstagabend mehrheitlich auf dieses Vorgehen.

Argumente überzeugten nicht

Die von Elke Weil und Jürgen Lantermann vorgebrachten Argumenten für einen Verein – unter anderem Rechtssicherheit bei Abschluss von Verträgen, verlässliche Struktur – fielen bei den Teilnehmern des Treffens auf wenig fruchtbaren Boden.

Zu groß waren die Bedenken, dass durch einen Verein Bürger künftig an der Teilnahme abgeschreckt werden könnten. Zur nächsten Sitzung am Dienstag, 16. März, 19 Uhr im Mehrgenerationenhaus, Am Birkenfeld 14, will Projekt-Moderator Neidhard Kuhrke Bürgermeisterin Ulrike Westkamp als Dezernentin für den Bereich Stadtentwicklung einladen, um aus erster Hand zu erfahren, wie sich die Verwaltung die Entwicklung des Stadteils künftig vorstellt.

CDU-Ratsherr Jürgen Lantermann warnte allerdings vor übertriebenen Erwartungen an den Besuch der Bürgermeisterin. Denn: "Das Dezernat ist schlecht aufgestellt. Und Frau Westkamp hat für die Stadtentwicklung einfach nichts übrig."

In diesem Zusammenhang beklagte Wilhelm Wegner, Präsident des Bürgerschützenvereins Vor'm Brüner Tor, dass sich nach dem Abriss mehrerer Häuser (unter anderem am Quadenweg, an der Tiergartenstraße und an der Gelißstraße) "einfach nichts tut, Hinweise auf geplante Bauprojekte fehlen. Auch die Hälfte der ehemaligen EGN-Fläche liegt einfach immer noch brach." Das mache auf mögliche Investoren keinen guten Eindruck.

Quelle: RP

 
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