Wesel: Schepersfelds einzige Postkarte
VON KLAUS NIKOLEI - zuletzt aktualisiert: 19.08.2010Wesel (RPO). Willi Heinrich (68) möchte mit einer selbst gestalteten Postkarte "seinen" Stadtteil Schepersfeld bekannter machen. Erlös aus dem Kartenverkauf sollen helfen, Kosten des Stadtteilfestes am 11. September zu decken.
Willi Heinrich (68) ist bekennender Schepersfelder. Der pensionierte Geschäftsführer eines Weseler Unternehmens mag den Stadtteil zwischen der Friedenstraße, der Schermbecker Landstraße, Hagerstownstraße und Brüner Landstraße, "den aber kaum jemand richtig kennt", wie er festgestellt hat. Doch was tun, um "sein" Schepersfeld, in dem er seit 1977 wohnt, bekannter zu machen?
Namenspatrone vieler Straßen
"Als Liebhaber und Sammler von Postkarten habe im mir gedacht, dass das vielleicht mit Hilfe einer Postkarte möglich ist. Da es aber nirgendwo eine Karte mit Schepersfelder Motiven zu kaufen gibt, habe ich halt selbst eine entworfen", erklärt der auch beim bekannten Stadtteilprojekt äußert aktive Heinrich.
Ins Gespräch kommen
Beim Stadtteilfest am 11. September werden sich Vereine und Einrichtungen in und um Schepersfeld darstellen. Auch ein unterhaltsames Rahmenprogramm ist geplant.
Oberstes Ziel des Stadtteilfestes ist jedoch, dass alle Bevölkerungsgruppen miteinander ins Gespräch kommen.
Die von ihm am PC gestaltete Karte (Auflage: 1000 Stück) basiert auf einer historischen Aufnahme der Reitzenstein-Kaserne, dem zweifelsohne prägendsten Gebäudeensemble des Stadtteils. Umrahmt wird das leicht gelbstichige Foto von Bildern der Namenspatrone vieler Straßen in Schepersfeld.
Abgebildet sind die preußischen Generäle Hans-Joachim von Zieten (1699 bis 1786), Friedrich Wilhelm von Seydlitz (1721 bis 1773), Graf Neithard von Gneisenau (1760 bis 1831), Graf Yorck von Wartenburg (1759 bis 1830), Fürst Blücher von Wahlstatt (1742 bis 1819), Oberst Freiherr von Reitzenstein (1859 bis 1936), der Weseler Gleitflug-Pionier Julius Niehues (1886 bis 1945), Andreas Vesalius (Begründer der modernen Anatomie; 1514 bis 1564), der in Wesel geborene Schriftsteller, Literatur- und Theaterkritiker Heinrich Hart (1855 bis 1906) und der Nobelpreisträger für Chemie, Fritz Haber (1868 bis 1934). Als Clou hat Willi Heinrich sein Werk noch mit einer Schepersfelder-Schäfer-Karrikatur des bekannten österreichischen Künstlers Horst Haitzinger versehen.
80 Cent kosteten die Karten pro Stück, die aktuell beim Nahversorger Go und im Freizeit- und Sportzentrum Leo's zu bekommen sind. Der Erlös aus dem Verkauf soll helfen, einen Teil der Kosten des Stadtteilfestes zu decken, dass am 11. September, rund ums Mehrgenerationenhaus, Am Birkenfeld, stattfinden wird (siehe Info).
Sponsoren gesucht
Um möglichst viel Geld einzunehmen, ist Heinrich auf der Suche nach interessierten Sponsoren, die ihm zu Sonderpreisen gleich größere Stückzahlen (ab zehn Exemplaren) abnehmen (Kontakt: Telefon 0281 52819). Sollten bis zum 11. September noch Karten übrigbleiben, werden diese während des Stadtteilfestes angeboten.
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