Wesel: Schöne Bescherung im Abteil
VON MAITE WESELY - zuletzt aktualisiert: 08.12.2008Wesel (RPO). Die Sonderfahrten des Historischen Schienenverkehrs mit Bischof Nikolaus und Knecht Ruprecht waren am Wochenende mit 1200 Fahrgästen ausverkauft. Alle Reisenden zeigten sich von der Atmosphäre begeistert.
Weihnachtliche Musik, Schaffner in ungewöhnlichen Uniformen und ein alter Zug erwarteten die Fahrgäste des Nikolauszuges am Wochenende am Weseler Bahnhof. Viele kleine Kinder waren aufgeregt und redeten schon beim Einsteigen von dem heiligen Bischof. Denn alle wussten, dass der Nikolaus einen prall gefüllten Sack mit vielen Geschenken für Kinder dabei hatte, die artig waren.
Renate Keitner vom Verein Historischer Schienenverkehr begrüßte die Familien und kündigte an, dass der heilige Mann erst später in den Zug einsteigen werde und dieser auch seinen Begleiter Knecht Ruprecht dabei habe. Madeline und ihre Freundin Zoe (beide 8) waren sich sicher, dass sie ein Geschenk bekommen würden: „Schließlich waren wir meistens lieb.“
Noch gibt’s Karten
Auch am Wochenende 13. und 14. Dezember, jeweils um 15.30 und 17 Uhr, lädt der Historische Schienenverkehr zur Nikolaustour ein.
Noch gibt’s einige Karten zum Preis von 8,50 Euro bei Modellbahn Lübke, Caspar-Baur-Straße 33, oder unter Tel. 0281 20617960 (werktags 18 bis 20 Uhr).
„30 Kinder waren nicht so brav“
Als es dann soweit war und der Nikolaus im Aaper Busch zu sehen war, hielten die Kinder gespannt Ausschau. Als der große Mann mit rotem Mantel, weißem Bart, Mitra und seinem treuen Knecht Ruprecht vor den Kindern stand, war es still im Waggon. Auch Madeline und Zoe saßen brav auf ihren Plätzen. Die Zugfahrt ging weiter zum alten Wasserwerk auf dem Fusternberg, wo die Passagiere ausstiegen und der Nikolaus aus seinem goldenen Buch vorlas: „Hier steht, es waren an die 30 Kinder, die in diesem Jahr nicht artig waren, aber braven Kindern schenke ich gern Plätzchen, Apfel und Mandelkern“. Bevor es mit der alten Lok weiterging, sangen alle Familien „Lasst uns froh und munter sein“.
Erinnerungsbild mit dem Bischof
Kurz vor dem Einstieg musste der Nikolaus aber noch einen Fototermin wahrnehmen, denn Josepha Schulte (9), Lara Schwoch (8), Anna Kuck (8) und Denis Kimiai (9) wollten noch ein Andenken mit nach Hause nehmen. Außerdem halfen sie dem Nikolaus beim Verteilen der Geschenke.
Die liebevoll gepackten Tüten für die Kinder waren gefüllt mit Lebkuchen, Schokolade, Keksen und andere Leckereien. Darüber freuten sich alle. Das Gespräch mit dem Nikolaus war allerdings nicht für jedes Kind angenehm. So wurden sogar die Kleinen, die zuvor laut getönt hatten, sie hätten keine Angst, plötzlich ganz still.
Nach der Bescherung brachte der Zug den Nikolaus wieder zurück in den Wald, denn er hatte ja noch andere Kinder zu beschenken. Bevor sich der Zug in Richtung Hauptbahnhof in Bewegung setzte, wurde noch ein rosa schimmerndes Feuer entzündet.
Übrigens mussten auch die Erwachsenen bei der Fahrt nicht darben. Denn im Zug gab es alles, was das Herz begehrte. Glühwein, Kakao, Kaffee und viele selbst mitgebrachte weihnachtliche Spezialitäten.
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