Hamminkeln: Sonntag gibt’s Niederrhein pur
VON FRITZ SCHUBERT - zuletzt aktualisiert: 25.09.2007Hamminkeln (RPO). Diersfordt, Bislich, Mehrhoog und Haffen-Mehr rüsten sich für den Tag der Regionen. Rund um das Erntedankfest präsentieren viele Ehrenamtliche die Vielfalt im Seenverbund NFN. Nur die Niag bremst die Verknüpfungen aus.
Das für viele unverändert sperrige Kürzel NFN bekommt am Sonntag, 30. September, werbewirksamen Rückenwind. Denn zum „Tag der Regionen 2007“ wirft sich der Natur- und Freizeitverbund Niederrhein jetzt kräftig ins Zeug. Mit der im wesentlichen ehrenamtlichen Unterstützung von rund 50 lokalen Akteuren wird der Seenverbund zwischen Wesel und Rees in den Mittelpunkt gerückt. Diersfordt, Bislich, Mehrhoog und Haffen-Mehr sind Veranstaltungsorte für ein enorm großes Programm von 10 bis 18 Uhr. Die regionale Verknüpfung, die gerade für den Premieren-Ort Mehrhoog von Bedeutung ist, wird allerdings von der Niag ausgebremst.
Kutsche und Rad
Mobil durch die Region: Zwischen Bislich und Diersfordt können Besucher am Sonntag per Planwagen pendeln.
Auch in Mehrhoog sind echte PS am Start: Die erste Kutschfahrt beginnt um 11 Uhr am Bahnhof.
Der ADFC bietet geführte Radtouren auf der Seenroute an.
nfn.naturfreizeitverbund.de
Für den Bürgerbus, der im Sommer 2008 starten soll, darf zwar mit Loikumer Vorbild geworben werden. Aber rollen wird das Vehikel, das am Sonntag ursprünglich aller Veranstaltungsorte miteinander verbinden sollte, wegen eines Vetos des Verkehrsunternehmens jetzt nicht. (Mehr dazu auf Seite B 2)
Faire Preise für alle
„Wir wollen zeigen, was es schon gibt und wie die Wertschöpfung in der Region gestärkt wird“, erläuterte Monika Stallknecht von der mitveranstaltenden Entwicklungsagentur Wirtschaft (EAW) des Kreises Wesel den Ansatz für den Tag der Regionen. „Landwirte und Handwerker, Vereine und Kirchen wirken mit.“ Der pure Blick auf den Niederrhein wird dabei mit dem bundesweiten Aktionsmotto „regional & fair“ verknüpft. Denn laut Stallknecht wird mit der Einbindung der Eine-Welt-Gruppe auch die Regionalvermarktung am Ort unterstützt. „Wie der Bauer in Guatemala, so hat hat auch der Landwirt am Niederrhein faire Preise verdient“, sagte Stallknecht im RP-Gespräch.
In Bislich beispielsweise wird Sonntag am Heimathaus nicht nur über Naturschutz, Landwirtschaft und Tourismus informiert. Hier zeigt auch Korbmacher Ferdinand Petersdorf sein Können, das früher am Niederrhein weit verbreitet war. Ebenfalls zu sehen ist Blaudruck auf Leinen und das Binden von Blumenkränzen. Die Soroptimistinnen verkaufen Bücher für den guten Zweck, die Elterninitiative informiert übers Behinderten-Wohnprojekt und Pro Musica über die Konzertreihe. Parallel sind alle drei Bislicher Museen geöffnet, und es gibt allerlei Leckeres.
Ein volles Programm wird den Besuchern auch im benachbarten Haffen-Mehr vom Heimatverein und auf dem Besucherbauernhof Haus Laakhausen in Rees-Empel geboten. Weitere Schwerpunkte unter dem Motto „Niederrhein erleben !“ finden sich in Mehrhoog und in Diersfodt
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