Wesel: Spix: 200 Gäste in der neuen Werkstatt
VON KLAUS NIKOLEI - zuletzt aktualisiert: 10.11.2007Wesel (RPO). Draußen schüttete es wie aus Eimern. Drinnen aber in der nagelneuen Werkstatt von Spix (Sozialpsychiatrische Initiative Xanten), herrschte eitel Sonnenschein. Die 200 Gäste aus (Sozial-)Wirtschaft, Politik und Verwaltung, lobten gestern die Spix-Geschäftsführer Thomas Pirsig und Herbert Lenninger für den geschmackvollen Bau im Schatten der Schill-Kaserne, der durch seine ochsenrote Fassade besticht.
In dem 1,85 Millionen Euro teuren Neubau sollen in den nächsten Wochen knapp 80 psychisch behinderte Menschen aus dem nördlichen Teil des Kreises Wesel auf die Rückkehr in den ersten Arbeitsmarkt vorbereitet werden. Doch noch sind die seelisch Kranken nebenan in der beengten, ehemaligen Blumenkamper Grundschule untergebracht, wo sie im Bereich Hauswirtschaft aktiv sind, Postfahrräder reparieren und Montagearbeiten für die Alpener Firma Norgren durchführen (RP berichtete).
Nachdem Caritas-Direktor Michael van Meerbeck die Werkstatt gesegnet hatte, traten mehrere Redner ans Mikrophon. Unter ihnen Landesrätin Martina Hoffmann-Badache vom Landschaftsverband Rheinland (LVR). Bei der Grundsteinlegung im Mai 2005 hatte sie den LVR-Scheck in Höhe von 1,3 Millionen Euro in ihrem Büro vergessen. „Heute sehe ich mit Freude, dass das Geld angekommen ist.“ Sie betonte, dass der LVR die laufenden Kosten mit jährlich 500 000 Euro unterstützen werde. Neben dem stellvertretenden Landrat Heinz-Dieter Bartels nutzte auch Werner Esser, Vorsitzender von Spix-Kooperationspartner Lebenshilfe (Rees), die Feierstunde für ein Grußwort: „Wir gratulieren zu dieser wundervollen Halle. Die Braut Spix, die wir beinahe geheiratet hätten, wird immer begehrenswerter.“
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