Schermbeck: Startschuss für schöneren Schulhof
VON DANIEL BRODHUHN - zuletzt aktualisiert: 30.07.2008Schermbeck (RPO). Maximilian-Kolbe-Grundschule: Projekt gegen die Leere des Schulhofes. Umgestaltungsaktion hat jetzt begonnen. Schulleiter Willi Schmidt, Lehrer und viele Eltern legen Hand an. Die Kinder haben entschieden, welche Spielgeräte sie haben möchten.
Ein bisschen stolz
„Wir sind sehr stolz darauf, dieses Projekt nun endlich anpacken zu können. Im Oktober 2007 bildete sich ein Ausschuss, der mit der genauen Planung begann“, schildert Willi Schmidt.
Bis zur offiziellen Einweihung des Gerüstes ist es nicht mehr weit: Sonntag, 24. August, im Rahmen eines Kinderjahrmarktes.
Bei einem Blick über den breiten, großangelegten Schulhof der Maximilian-Kolbe-Grundschule fällt dem Betrachter nicht sonderlich viel ins Auge. Auf dem riesigen Areal erblickt man gerade einmal eine mittelgroße Wippe sowie zwei mehr oder minder kleinere Schaukeln. Wenig Spielgelegenheiten für die sechs- bis neunjährigen Kinder, die den Schulhof in den Unterrichtspausen nutzen. Die große Leere wird nun bald verschwinden.
Rutsche und Kriechtunnel
Am vergangenen Wochenende erfolgte der Startschuss für das interne Schulprojekt „Schönerer Schulhof“. „Hier musste allmählich etwas passieren, und wir haben die Kinder entscheiden lassen, welche Geräte sie hier gerne auf dem Schulhof wiederfinden möchten“, schilderte Schulleiter Willi Schmidt. Er selbst legt die Schaufel an. Zudem helfen zahlreiche Eltern bei der Erbauung der Spielgeräte. Als erstes entsteht ein Klettergerüst im Zentrum des Schulhofes. Hierfür wurden an diesem Wochenende die entsprechenden Randsteine bereits gesetzt, am kommenden soll das Gerüst eingesetzt werden. Dem Gerüst folgen noch eine größere Rutsche, ein Kriechtunnel sowie eine Kletterwand für die etwas älteren Kinder.
„Das Ziel ist es, den Schulhof einmal komplett umzugestalten, um aus ihm einen multifunktionellen zu machen“, erklärt Willi Schmidt. In der Zukunft sollen noch eine Seilspinne und eine Tischtennisplatte die Freizeitgestaltung der Schülerinnen und Schüler vereinfachen. Zunächst einmal liegt die Priorität aber auf dem Klettergerüst, das, so hofft Schmidt, bis zum ersten Tag des neuen Schuljahres benutzbar sein wird. Bis dahin muss jedoch noch eine Menge Eigenarbeit verrichtet werden. „Wir haben in den vergangenen Monaten viele Sponsoren für die Geräte und Bauteile hinzugewinnen können. Für die eigentliche Arbeit wollen und können wir aber kein Geld mehr investieren. Unsere Baufirma besteht also aus jeder Menge freiwilligen Helfern, in erster Linie Lehrerkollegen und Eltern“, berichtet der Rektor.
Schmidt ist sehr froh in Konrad Berger, dem Vater eines Schulkindes, einen Bauleiter gefunden zu haben. Berger besitzt nämlich selbst einen Garten- und Gestaltungsbetrieb und hat also reichlich Erfahrung auf jenem Gebiet.
Durch die vielen Spender, zu denen neben zahlreichen ansässigen Firmen unter anderem auch die Volksbank gehört, sind im Übrigen rund 20 000 Euro in die Schulkassen geflossen.
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