Wesel: Sturmtief "Xynthia": das große Aufräumen
VON JULIA NAKÖTTER - zuletzt aktualisiert: 02.03.2010Wesel (RPO). Nach Sturmtief "Xynthia" haben Montag die Aufräumarbeiten begonnen. Die Mitarbeiter des städtischen Betriebs ASG rückten aus, um in Wesel zahlreiche heruntergefallene Äste – unter anderem an der Rheinpromenade und am Ring – von Gehwegen und Straßen einzusammeln.
"Zum Glück hat es keine größeren Schäden an Bäumen im Stadtgebiet gegeben", berichtet Reiner Helbig vom ASG.
Einer umgestürzten Pappel rückten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Wesel und des Löschzugs Obrighoven am Sonntagnachmittag am Schafweg zu Leibe. "Eine Windböe hatte sie erfasst und gebrochen", erklärt Einsatzleiter Wilhelm Pooth von der Weseler Feuerwehr. Ein Teil der Pappel stürzte auf das Flachdach des Geschäfts "Die Schatzkiste". "Bis zu 30 Quadratmeter Eternit wurden dabei stark beschädigt", sagt Pooth. Im Anschluss wurde die Drehleiter geordert, um Äste der Pappel abzusägen. Insgesamt 16 Unwetter-Einsätze verzeichnete die Polizei in der Hansestadt.
"Ruhig" blieb es laut Feuerwehrchef Udo Zurmühlen in Hamminkeln. Vier Einsätze gehen dort auf das Konto von "Xynthia". In Dingden wurde am Sonntag eine Telefonleitung am Gerwersweg durch einen umgestürzten Baum so stark beschädigt, dass sie für längere Zeit tot blieb. Die Feuerwehr Schermbeck musste noch gestern Morgen auf der Straße Loosenberge kurz vor Damm einen Baum von der Fahrbahn räumen. Insgesamt sieben kleinere Einsätze hat Martin Schulze, Sprecher der Schermbecker Feuerwehr, gezählt. "In Damm und Rüste sind größe Äste auf Straßen gefallen oder kleine Bäume auf die Fahrbahn gekippt", berichtet Schulze. Oftmals ließen sich diese per Hand beseitigen. Am Sonntagabend kappte "Xynthia" für rund eine halbe Stunde eine Stromleitung in Gahlen. RWE-Monteure konnten bis 22 Uhr allerdings die meisten Störungen in der Region wieder beseitigen.
Getränke für ICE-Passagiere
Am Weseler Bahnhof kamen am Sonntagabend 20 Helfer des Deutschen Roten Kreuzes zum Einsatz. DRK-Kräfte aus Wesel und Dingden sowie die Ortsgruppe der Malteser versorgten die Passagiere eines gestoppten ICE mit Getränken. Der Fernzug konnte am späten Abend seine Fahrt fortsetzen.
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