Hamminkeln: Superhelden im Schloss
VON LAURA BRÜHL - zuletzt aktualisiert: 24.09.2007Hamminkeln (RPO). Kinderworkshop im Schloss Ringenberg: Kreativ mit den Stipendiaten. Die Kunst-Profis waren begeistert, wie konsequent die Teilnehmer der Heinrich-Meyers-Hauptschule ihre Ideen umsetzten.
Die zehnjährige Diana erzählt stolz, dass sie einen Superhasen anfertigt. „Der kann gut springen, treten und Seile durchknabbern“, erzählte sie emsig. An Schwächen hat sie sich für ihren Hero überlegt, dass er keine haben soll. So ist der Superhase unbesiegbar. Diana weiß, was sie basteln will, und wie sie auch elf weitere Schüler der Heinrich-Meyers-Hauptschule Hamminkeln. Sie nahmen am Wochenende bei einem Super-Hero-Kostüm Workshop auf dem Schloss Ringenberg teil. Ein interessantes Unterfangen, das sichtlich Spaß machte.
Auch aus den Comics
Zusammenarbeit
Die Kunst und die Kinder: Im Schloss Ringenberg wird keine abgehobene Kunst präsentiert, sondern gerne Zusammenarbeit mit Schulen und Bevölkerung praktiziert.
Zuletzt waren Meyers-Hauptschüler beim Ringenberger Projekt „made in. . .“ beteiligt.
Unter der künstlerischen Leitung von Dr. Gudrun Bott veranstalteten zwei Stipendiaten – Claus Richter und Conny Kuilboer – den Workshop. Zuvor hatten die Kinder in einem theoretischen Exkurs über die Superhelden-Geschichte viel Wissenswertes gesagt bekommen. „Wir haben aber auch die aktuellen Superhelden aus den Comics vorgestellt“, erklärt Gudrun Bott.
Danach hatten die Kinder über eine Woche Zeit, sich selbst einen Phantasiesuperhelden auszudenken. Sie sollten Stärken und Schwächen ihres Heros benennen, ihm einen Namen geben. Wenn sie mochten, konnten sie auch eine Skizze anfertigen. Davon hingen einige in dem für die Kinder hergestellten Atelier.
Von Supergirl bis Hermine
Sie trugen Namen wie Supergirl, Phantom, Hermine oder Das wilde Biest. An Materialien standen die verschiedensten Stoffe, Pailletten, Federboas, Nähzeug und vieles mehr zur Verfügung. Der Boden war abgeklebt, so dass die Kinder sich voll und ganz austoben konnten. Claus Richter, einer der Workshopleiter war von der Arbeit mit den Kindern ganz angetan. „Ich bin begeistert, wie strukturiert sie ihre Pläne und Skizzen verfolgen“, so der Kusnt-Profi.
Der 36-jährige freie Künstler wohnt normalerweise in Frankfurt am Main. Er hat sich aber nach seiner Ausstellung auf Schloss Ringenberg im letzten Jahr, in der er ein riesiges Disney Schloss aus Stoff angefertigt hat, für ein Stipendiat beworben. „Ich fand die Atmosphäre hier auf dem Schloss so angenehm, dass hier gerne länger arbeiten wollte“, erzählt Claus Richter seine Erfahrungen mit dem platten niederrheinischen Land.
Figuren zum Leben erweckt
Gestern durften die Kinder noch mit Hilfe der Kursleiter am Computer ihre Figuren zum Leben erwecken. Hier konnten sie ihre Heros durch die Luft schweben lassen und ihre Kräfte ausprobieren
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