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Wesel: Tag der Hebammen: Hospital bedankt sich bei seinem Team

zuletzt aktualisiert: 03.05.2008

Wesel (RPO). Am Montag ist Internationaler Hebammen-Tag. Für das Weseler Marien-Hospital Grund genug, sich bei seinem 13-köpfigen Hebammen-Team zu bedanken. Mit einem Sektempfang und einer Luftballon-Aktion. Im Vorfeld hat sich die RP mit den drei Hebammen Gabriele Welz (52), Heike Westpfahl (40) und Beate Christinck (30) über den Beruf unterhalten und festgestellt, dass alle ihrer Arbeit mit Leidenschaft nachgehen.

„Das ist entweder ein Traumberuf oder eine Berufung“, erzählt die gelernte Arzthelferin Gabriele Welz, die erst im Alter von 35 Jahren und nachdem sie selbst drei Kinder bekommen hatte, die Ausbildung zur Hebamme absolvierte. Natürlich beginnt ihre Arbeit nicht erst, wenn der Tag der Geburt gekommen ist. Die Schwangerschaftsberatung und -vorsorge gehört genauso dazu wie die Betreuung der jungen Mütter im Wochenbett. Wobei das Trio klarstellt, dass die Mutter selbst entscheiden sollte, wie umfangreich sie betreut werden will.

Heike Westpfahl ist gelernte Kinderkrankenschwester und Mutter von zwei Kindern. Sie ist zwar der Auffassung, dass es als Hebamme von Vorteil ist, schon selbst entbunden zu haben. Voraussetzung, um die Arbeit gut zu machen, sei dies aber nicht. „Man sollte mühelos Kontakt zu anderen Menschen aufnehmen können“, sagt sie und wird dabei von ihren Kolleginnen bestätigt.

900 Geburten im Jahr

„Vertrauen aufbauen und Entscheidungen abnehmen, das ist sehr wichtig“, fügt Beate Christinck hinzu. Sie hat selbst noch keine Kinder und direkt nach dem Abitur mit der Ausbildung zur Hebamme begonnen. Sie streicht die gute Teamarbeit, die im Hospital praktiziert werde, als unentbehrlich heraus. Denn schließlich kann es durchaus passieren, dass es eine Frau, die während der Schwangerschaft von einer bestimmten Hebamme betreut wurde, bei der Geburt mit einer Kollegin zu tun hat.

Bei knapp 900 Geburten jährlich werden die Hebammen mit den unterschiedlichsten Eindrücken konfrontiert. „Wir haben es ja stets mit emotional sehr aufgewühlten Menschen zu tun“, so Welz. Sie bekennt, auch schon mal mit zu weinen, wenn das Baby da ist.

Dass die jungen Mütter mit ihren Neugeborenen heute schon im Schnitt nach drei Tagen das Krankenhaus verlassen (Kaiserschnitt fünf bis sieben Tage), sehen die Hebammen differenziert. „Die Ruhe, die eine junge Mutter im Wochenbett (vier bis sechs Wochen) braucht, ist heute nur noch selten gegeben“, sagt Gabriele Welz. Auch hier stehen die Hebammen übrigens mit Rückbildungsgymnastik, Babymassage und weiteren Tipps zum Umgang mit dem Baby zur Verfügung.

Quelle: RP

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