Wesel: Tekath bittet ins Appartmotel
VON KLAUS NIKOLEI - zuletzt aktualisiert: 09.05.2009Wesel (RPO). Neueröffnung: Im Dachgeschoss der nach einem Großbrand wieder aufgebauten Bushalle hat die
Firma Taxi Tekath ein Motel mit 15 Appartements eingerichtet. Zielgruppe: Monteure und Radtouristen.Viele Weseler erinnern sich noch an den Großbrand in der Bushalle der Firma Tekath im November 2004. Gelegt hatte ihn ein mittlerweile inhaftierter Straftäter, der auch für die Brände in den Kindergärten Stralsunder Straße und Herz-Jesu Feldmark verantwortlich war (RP berichtete). Nach langwierig und zum Teil schwierigen Verhandlungen mit der Versicherungen ist es Ralf Tekath (43) und seiner Frau Susanne (41) mittlerweile gelungen, die damals noch in Bau befindliche Halle am Südring wieder aufzubauen.
Hunderttausende investiert
Im Dachgeschoss der Immobilie haben die Tekaths übrigens den Grundstein für einen völlig neuen Geschäftsbereich gelegt. Für mehrere hunderttausend Euro sind hier in den letzten Monaten sieben komplett mit Küchenzeile und Bad ausgestattete Appartements entstanden. Acht weitere befinden sich noch in Bau. In ihrem nagelneuen "Appartmotel Tekath", das nach der noch ausstehenden Bauabnahme in den nächsten Wochen eröffnet werden soll, wollen sie in erster Linie Monteure und auch Radtouristen begrüßen. Das passt, liegt das Appartmotel doch direkt an der Niederrheinroute.
Neuer Anstrich
Bei einer Zwangsversteigerung hat die Firma Tekath (120 Voll- und Teilzeitkräfte) den Zuschlag für das ehemalige Offiziersgefängnis der Zitadelle erhalten.
Noch im Frühjahr wird es neu gestrichen und sich farblich dem Haupttorgebäude anpassen.
Bei der Einrichtung der Zimmer ist dem Paar der Spagat zwischen Gemütlichkeit, Funktionalität und Design gelungen. Leuchtend gelbe Wände, rote Vorhänge, Holzmöbel, Laminatboden und bunte Ikea-Stühle sorgen für Atmosphäre. "Wir wollten die Räume so gestalten, dass wir selbst gerne in ihnen übernachten würden", sagt Susanne Tekath, die vom Erfolg des Konzeptes überzeugt ist.
Im Rahmen der Wiederaufbauarbeiten nicht mehr erneuert wurden die zehn Appartmentwohnungen im Souterrain der Halle, die durch Löschwasser stark beschädigt wurden.
Mieter für altes Gefängnis gesucht
Nachdem nun das Appartmotel-Projekt kurz vor der Vollendung steht, wollen die Tekaths verstärkt nach Mietern für das ehemalige, aus dem Jahr 1809 stammende Zitadellen-Offiziersgefängnis suchen. Denn die Geschäftsräume in dem denkmalgeschützten Gebäude, das sie vor Jahren im Rahmen einer Zwangsversteigerung erworben hatten, stehen größtenteils leer.
Passend zum angrenzenden Motel würde sich hier ein gastronomischer Betrieb bestimmt gut machen. "Zumal sich in dem historischen Gebäude ein interessanter Gewölbekeller befindet", verrät Ralf Tekath.
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