Schermbeck: Tempo für schnelles Internet
VON HELMUT SCHEFFLER - zuletzt aktualisiert: 31.10.2008Schermbeck (RPO). In Gahlen und in Malberg/Dämmerwald gibt es „weiße Flecken“ beim DSL-Anschluss. Die Verwaltung soll nun mit der Telekom zügig nach Lösungen suchen. Das beschloss der Ausschuss für Wirtschaftsförderung.
Das Ziel, schnellere Internetverbindungen in einigen Bereichen Schermbecks zu erreichen, wird nun forciert angestrebt. Die Mitglieder des Wirtschaftsförderungsausschusses beauftragten die Verwaltung, geeignete Schritte zu unternehmen. Anlass für die Beratung waren gleichlautende Anträge von CDU und SPD, in denen auf „weiße Flecken“ in der Internetlandschaft der weitläufigen Gemeinde verwiesen wurde. Dabei seien immer mehr Menschen heutzutage sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld auf die schnelle Datenautobahn DSL angewiesen, so die Fraktionen.
Sechs Knotenpunkte
Zwei Wege
Um die DSL-Versorgung zu verbessern, muss investiert werden. Es gibt zwei Lösungen: Die Minimal-Versorgung nach dem Motto „Hauptsache Anschluss“ und das Zukunftsmodell mit möglichst hohem Tempo bei der Daten-Übertragung. Beides wird nun geprüft.
Winfried Moser und Gregor Theissen von der Deutschen Telekom erläuterten während der jüngsten Sitzung die technischen Probleme. Derzeit werden Teile Schermbecks von sechs Netzknoten versorgt: Schermbeck-Ortskern, Hünxe, Dorsten, Rhade, Brünen und Raesfeld. Wer etwa 6,5 Kilometer von einem solchen Knotenpunkt entfernt wohnt, ist in Sachen DSL unterversorgt. Zwei dieser Gebiete gibt es im Gemeindegebiet, und zwar in Gahlen und im Bereich Malberg/Dämmerwald.
Die Unterversorgung kann zwar kurzfristig durch andere Formen der Datenübertragung wie Satelliten oder Web‘n‘walk-Karte beseitigt werden. Langfristig macht aber bei angestrebten Übertragungsraten von 250 MB pro Sekunde nur die Verlegung eines Glasfaserkabels von einem Netzknoten aus Sinn. Das ist jedoch sehr teuer und im Falle von Gahlen und Malberg von der Telekom nicht wirtschaftlich zu bewerkstelligen, so die Experten. Die vorgelegte Modellrechnung ergab allein für den Malberg 300 000 Euro. Die Verwaltung soll nun mit der Telekom bis zur nächsten Sitzung Anfang des kommenden Jahres klären, wie durch eine Kooperation die Kosten für die Telekom gesenkt werden können. Das geht nicht nur durch die Übernahme eines Teilbetrages der Kosten, sondern auch durch technische Unterstützung. So könnten die Leitungen etwa durch Eigenleistung unter Aufsicht eines Bauamtsmitarbeiters verlegt werden.
Geprüft werden muss auch die kürzeste Entfernung zum Haupt-Glasfaserkabel. Das muss nicht unbedingt einer der sechs Netzknoten sein, hieß es. Vorausgesetzt, dass im Hauptkabel genügend freie Fasern vorhanden sind, kann das Kabel auch zwischen zwei Knoten angezapft werden.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum




