Wesel: Traum: Einweihung am 2.2.12
VON HANNE BUSCHMANN - zuletzt aktualisiert: 24.02.2009Wesel (RPO). Neue Orgel für die Schlosskirche Diersfordt ist auf gutem Weg. Die Bestellung muss bald raus, weil ein Angebot zum Festpreis gilt. Aber noch klafft eine finanzielle Lücke. Donnerstag ist das Benefiz-Treffen mit Prof. Körfer.
Rund 65 000 Euro stehen nun auf dem Spendenkonto für eine neue Orgel der Schlosskirche Diersfordt. Das verkündete der Vorsitzende des Orgelausschusses der Ev. Kirchengemeinde Bislich-Diersfordt-Flüren, Dieter Perret, am Samstag in der Schlosskirche. Der Einladung zur Sitzung des Ausschusses waren neben den Mitgliedern – Pfarrer Armin Becker war auf Reisen – auch einige interessierte Bürger gefolgt. Der zuständige Orgelsachverständige der Ev. Kirche des Rheinlandes, Günter Eumann, war gekommen, anwesend waren zudem die hiesigen Sachverständigen Ansgar Schlei und Hanns-Alfons Siegel. Der wegen Krankheit fehlende Orgelbauer Rainer Müller hatte eine umfangreiche Akte geschickt.
Patenschaften
Im Faltblatt "Orgelpfeifen-Patenschaften" wird alles erklärt. Eine Zeichnung, die über Anzahl und Preise von Orgelpfeifen informiert, liegt dabei. Wer Patenschaften übernimmt, erhält eine Urkunde. Geplant ist auch ein Buch, in dem alle Spender verzeichnet sind. Infos unter Telefon 0281 71004, Dieter Perret; Kirchenführungen macht Robert Kammann, Tel. 02859 1342.
Stilvolle Pfeifenorgel
Bald müsse eine Entscheidung fallen. so Dieter Perret, denn die Preise liefen davon. Der Orgelbauer aus Merxheim an der Nahe habe sein Angebot noch einmal überarbeitet. Seine Firma habe volle Auftragsbücher. Die Lage ist: Wenn Diersfordt bis zum 30. Juni 2009 die geplante neue Pfeifenorgel bestellt, kann die zum Festpreis von 157 000 Euro geliefert werden. Das Angebot gilt für vier Jahre.
"Wenn wir jetzt nicht zugreifen, wann denn? Unser bisheriges Spendenaufkommen macht Mut. Falls in den nächsten vier Jahren so viel Geld hereinkommt wie im gleichen Zeitraum vorher, wäre es möglich. Es blieben dann noch etwa 47 000 Euro Rest, die zu finanzieren wären", so Perret. Er verwies auf den kunsthistorischen Wert der Barock-Kirche, der eine stilvolle Pfeifenorgel angemessen sei. Eumann: Das Presbyterium müsse dem Plan zustimmen. Die Landeskirche beteilige sich finanziell nur, wenn es um historische Orgel-Substanz gehe, in Diersfordt sei das nur der Prospekt. Er plädierte aber für eine neue Pfeifenorgel. Eine Reparatur sei nicht anzuraten, zu viel sei verschlissen, überaltert, deshalb überaus teuer. Die Landeskirche muss auf jeden Fall genehmigen, sie verlange einen Beschluss des Presbyteriums, einen sicheren Finanzierungsplan und einen Lieferungsvertrag.
Der Orgelausschuss will Orgel-Patenschaften einwerben: Finanzierungsverpflichtungen für Pfeifen (20 bis 350 Euro) und für Register (von 1 000 bis 14 000 Euro). Die Namen der Geldgeber werden in einem Buch genannt. Infos sind gedruckt. Weiter sollen durch vielfache Aktivitäten Gelder eingebracht werden. Perret: "Ich habe einen Traum: Am 2. Februar 2012 weihen wir die neue Orgel ein."
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