Schermbeck: Unbelehrbare Umweltsünder
VON HELMUT SCHEFFLER - zuletzt aktualisiert: 23.04.2007Schermbeck (RPO). Zum 20. Schembecker Umwelttag kamen weniger Helfer als erhofft. Die engagierten Müllsammler fanden zig alte Reifen, Folien und anderen Wohlstandsmüll, den rücksichtslose Zeitgenossen in der Natur entsorgt hatten.
Zum Dank eine Suppe
Für die eifrigen Sammler gab es am Bauhof von der Volksbank Erbsensuppe, Würstchen und kostenlose Getränke. Die Kinder bekamen zusätzlich Süßigkeiten.
Das Sortieren des Mülls übernehmen Bauhofmitarbeiter. Die Einzelchargen werden vom Müllentsorger Kollick & Neumann zur AGR-Deponie gebracht.
Das sommerliche Wetter wird dazu beigetragen haben, dass in diesem Jahr deutlich weniger Müllsammler zum gemeindlichen Bauhof kamen, um sich am Samstagmorgen am 20. Schermbecker Umwelttag zu beteiligen.
Ute Lindemann und Martina Weiland-Pick als Mitarbeiterinnen des Bürgerbüros verteilten Arbeitshandschuhe und Säcke an Erwachsene und Kinder, die sich ihr Sammelrevier selbst aussuchen konnten.
Container voller Unrat
Um die Mittagszeit konnten sich Besucher des Bauhofes im Heetwinkel davon überzeugen, dass die Rücksichtslosigkeit mancher Zeitgenossen auch nach 19 Jahren kaum nachgelassen hat. In einem großen Container lag der Unrat, den achtlose Zeitgenossen kurzerhand im Gelände entsorgten, sei es aus Bequemlichkeit oder zur Reduzierung der Abfallentsorgungsgebühren. Erstaunlich, dass in einer Gemeinde wie Schermbeck, die über eine der größten Deponien Nordrhein-Westfalens verfügt, Autoreifen, Siloplanen und die Reste vieler Konsumgüter noch immer in der freien Landschaft entsorgt werden. Dabei ist die Abgabe von haushaltsüblichen Mengen auf der Deponie äußerst kostengünstig. Außerdem bietet die Gemeinde eine Sperrmüllabfuhr und verfügt über weitere Entsorgungsmöglichkeiten für Glas, Kunststoff und Metall.
Erstmals beteiligte sich eine Gruppe der Verbands-Sparkasse. Martina Martens, Benno Triptrap, Marc Brockmann, Theresia Brömmel und Anika Voß fanden in Uefte jede Menge Siloplanen. Der Boßelclub säuberte das Umfeld seiner Trainingsstrecke in Buschhausen. In Buschhausen waren auch die Messdiener unterwegs, die Autoreifen und gefüllte Kleidungssäcke ebenso fanden wie Neonröhren und jede Menge Mini-Schnapsflaschen. Die Badminton-Abteilung des SV Schermbeck fand im Umfeld der Maximilian-Kolbe-Schule neben Flaschen auch einen Regenschirm. Die Schwimmer und Wasserballer reinigten das Umfeld des Hallenbades, die Leichtathleten ihren Standplatz an der Gemeinschaftsgrundschule und der Tanzclub Grün-Weiß das Gelände am Pfadfinderhaus. Der Heimatverein Gahlen startete mit einem Dutzend Helfer zum Müllsammeln im Lippedorf, wo auch die Junggesellenvereine unterwegs waren. Einige Vereine wie der Golfclub Weselerwald und der Reiterverein Lippe-Bruch Gahlen verzichteten auf die Ablieferung ihrer Funde am Bauhof. Sie organisieren die Ablieferung an die Deponie direkt.
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