Wesel: Vielsprachige Hanse
zuletzt aktualisiert: 27.10.2007Wesel (RPO). Die Hanse verbindet Menschen über Grenzen hinweg. Für diese Botschaft von Festredner Manfred Schürkamp, Geschäftsführer der Westfälischen Hanse, lieferte die feierliche Eröffnung des Hansefestes gestern Abend im Dom den lebendigen Beweis. Die Bürgermeisterinnen von Wesel und Felixstowe, Ulrike Westkamp und Joan Sennington, sowie Krzyzstof Hecman, Bürgermeister von Ketrzyn (Polen), trugen im ökumenischen Gottesdienst Fürbitten in ihren Landessprachen vor.
Im Dom nahmen mehrere Hunderte Menschen an der würdevollen Feier teil. Sie dokumentierten damit, was Schürkamp ebenfalls herausstellte: „Die Hanse lebt!“ Das gelte in mittlerweile 167 Städten, die dem neuen, 1980 gegründeten Hansebund angehören, und in besonderer Weise in Wesel, wo zum 14. Mal hintereinander ein Hansefest stattfinde. „Das ist eine phantastische Leistung“, unterstrich der Festredner aus Herford.
Nach seinen Worten ist der Hansebund, dem Wesel vor 600 Jahren beitrat und der zwischen 1669 und 1980 ruhte, „zu alter Blüte zurückgekehrt“. Sogar China wünsche sich eine Repräsentanz der Vereinigung bei den Olympischen Spielen 2008. „Vielleicht erklären wir Schanghai noch zum Hanse-Mitglied“, sagte Schürkamp launig.
Kreisdechant Karl-Heinz Mengedodt betonte in seiner Predigt, die Bewahrung der Schöpfung und der Schutz jeglichen Lebens seien „ein gutes Programm für die neue Hanse“. Er fügte hinzu: „Dazu würde auch ein kinder- und familienfreundliches Wesel passen.“
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