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Wesel: Wählen gehen: Warum denn nur ?

VON CORNELIA KRSAK - zuletzt aktualisiert: 09.05.2009

Wesel (RPO). Junge Erstwähler für die Europawahl am 7. Juni zu mobilisieren, war das Ziel einer Podiumsdiskussion gestern im KDG. 125 Schüler der Jahrgangstufe zwölf verfolgten die Beiträge von fünf Politikern und hakten in der Debatte nach. Klar wurde: Es gibt viel Informationsbedarf.

Volksentscheide, Wahlrecht ab 16, Mindestlöhne, Sicherheit in Europa, Agrarsubventionen und ihre Auswirkungen auf Länder der Dritten Welt: Das waren die wichtigsten Themen, die den Schülern bei der Europa-Debatte gestern im KDG auf den Nägeln brannten.  Foto: RPO
Volksentscheide, Wahlrecht ab 16, Mindestlöhne, Sicherheit in Europa, Agrarsubventionen und ihre Auswirkungen auf Länder der Dritten Welt: Das waren die wichtigsten Themen, die den Schülern bei der Europa-Debatte gestern im KDG auf den Nägeln brannten. Foto: RPO

Junge Erstwähler für die Europawahl am 7. Juni zu mobilisieren, war das Ziel einer Podiumsdiskussion im Konrad-Duden-Gymnasium. Eigentlich sollten sich die Europawahl-Kandidaten der Parteien auf dem Podium den Fragen der Gymnasiasten stellen. Doch diese hatten, mit Ausnahme von Uli Kaiser (SPD) aus Rheinberg offenbar keinen Platz im vollen Wahlkampf-Kalender gefunden. Fast wäre die Veranstaltung mangels Diskussionspartner ins Wasser gefallen, doch schließlich erklärten sich doch noch Vertreter von Jugendverbänden der übrigen Parteien kurzfristig bereit, mit den Schülern über die Europawahl zu sprechen.

Projekt der Politikfabrik

Lars Grassmann reiste für die CDU aus Düren an, Beret Roots vertrat die FDP in Moers, Enno Wiesner (Grüne) und Finn Siebert (Linke) kamen aus Dortmund. Mit Eingeladen waren 125 Schüler der Jahrgangstufe zwölf am KDG sowie drei Elftklässler, die bereits volljährig sind und somit in diesem Jahr zum ersten Mal wählen dürfen. Moderiert wurde die Diskussionsrunde von Tobias Linzmaier (RP berichtete). Die ganze Aktion fand im Rahmen des Projektes "Euro Wahl Gang 09" der Politikfabrik statt. Dabei handelt es sich um eine studentische Agentur für politische Kommunikation mit Sitz in Berlin.

Die Diskussion mit den Schülern machte den Informationsbedarf deutlich. Aus dem Publikum kamen viele Wortmeldungen, die sich um konkrete Arbeitsfelder des Europäischen Parlamentes drehten oder ganz allgemein um die Frage, inwiefern sich Entscheidungen auf europäischer Ebene auf jeden einzelnen in den 27 Mitgliedsstaaten auswirken.

Genau da liegt für viele das Problem, die sich noch nicht näher mit den politischen Zusammenhängen beschäftigt haben: Sie fragen sich, warum und was sie eigentlich wählen sollen. "Die letzte Europawahl fand 2004 statt mit der ernüchternden Wahlbeteiligung von 43 Prozent", sagte Linzmaier. Das soll sich in diesem Jahr ändern. Die Kandidaten auf dem Podium bemühten sich um Aufklärung.

Dabei traten Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede in den Positionen zutage. gemeinsam war die Auffassung von der Wichtigkeit der Politik auf europäischer Ebene und der Europawahl. "Wir brauchen mehr Bürgernähe und Demokratie", forderte Roots (FDP). Bürokratieabbau und mehr Kompetenzen für das EU-Parlament forderte Grassmann (CDU). Aus dem Publikum kam die Forderung nach mehr Mitspracherecht durch Volksentscheide, was von den Partei-Sprechern kontrovers diskutiert wurde. Weitere Themen, die den Schülern auf den Nägeln brannten, waren Wahlrecht ab 16, Mindestlöhne, Sicherheit in Europa, Agrarsubventionen und ihre Auswirkungen auf Länder der Dritten Welt.

Quelle: RP

 
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