Wesel: Wahl mit Rekordbeteiligung
VON JULIA LÖRCKS - zuletzt aktualisiert: 07.02.2012Wesel (RP). Die Evangelische Kirchengemeinde Wesel hat am Sonntag gewählt: 21 Presbyter werden am 11. März in ihr Amt eingeführt. Da es diesmal eine allgemeine Briefwahl gab, stieg die Wahlbeteiligung auf fast 22 Prozent.
Es zeichnete sich bereits im Vorfeld ab: Die Presbyteriumswahl der Evangelischen Kirchengemeinde Wesel verzeichnet im Jahr 2012 eine Rekordbeteiligung. Der Grund dafür ist simpel: Zum ersten Mal gab es eine allgemeine Briefwahl. Das heißt: Der Stimmzettel wurde direkt mit der allgemeinen Wahlbenachrichtigung an die 13168 Stimmberechtigten versandt.
Mit Erfolg: Am 31. Januar – und somit fünf Tage vor der eigentlichen Wahl – hatten sich bereits 2200 Protestanten an der Wahl beteiligt. Das bedeutet eine Steigerung von mehr als 50 Prozent im Vergleich zu den vergangenen Wahlen. Insgesamt stimmten 2841 Wähler ab, das macht eine Beteiligung von fast 22 Prozent.
Die Wahl in Zahlen
Wahlberechtigte: 13168
Wähler: 2841
Wahlbeteiligung: 21,57 Prozent (2008: 11,92 Prozent)
Wahlbezirke: 1. Haus am Dom 17,1 Prozent 866 Stimmen; 2. Gnadenkirche 23,9 Prozent, 655 Stimmen; 3. Kirche am Lauerhaas, 28,9 Prozent, 759 Stimmen; 4. Friedenskirche 20,7 Prozent 561 Stimmen.
Erste Aufgabe: neue Pfarrstelle
Das klingt gut, die Evangelische Kirche Wesel hatte dafür aber auch Einiges getan. So liefen seit Herbst 2011 die Vorbereitungen für die Wahl. Zuerst wurden die Kandidaten gesucht. Danach stellten sie sich ausführlich in einem Sonderheft vor. 27 Personen standen zur Wahl, 21 Ämter konnten vergeben werden. "Unser Anspruch war es, eine echte Wahl zu ermöglichen – und das ist uns, glaube ich, auch gelungen", sagt Pfarrerin Martina Biebersdorf, seit Jahresbeginn Vorsitzende des Presbyteriums der Evangelischen Kirchengemeinde Wesel.
Eine echte Wahl, das heißt aber auch verschiedene Wahlbezirke, die es in diesem Jahr erstmalig gab. "Dadurch soll die persönliche Beziehung zu den Presbytern gestärkt werden", erklärt Biebersdorf und ergänzt: "Jeder Gläubige hat somit mehrere Ansprechpartner vor Ort."
Und im Wahlbezirk I, Willibrordikirche, sind das nun: Günter Freßmann, Volker Hoffmann, Monika Laußus, Verena Schröer, Rolf Tenhaeff und Rainer Weyer. Im Wahlbezirk II, Gnadenkirche, wurden gewählt: Peter Hilsenberg, Cornelia Haß, Roland Marx, Beate Schmidt und Ulrike Schweiger-Lewin. Der Kirche am Lauerhaas, Wahlbezirk III, stehen nun vor: Renate Brützel, Heidrun Bühnen, Klaus Hanauska, Sabine Labeda und Astrid Pooth. Wahlbezirk IV ist die Friedenskirche mit Brigitte Keiner, Heike Luschnat, Dr. Wilhelm Rehorn, Claudia Schlüter und Marcel Voortmann.
Sie alle, sieben davon wurden übrigens ganz neu in den Kirchenvorstand gewählt, werden am Sonntag, 11. März, mit einem Gottesdienst in ihr Amt eingeführt. Die erste große Aufgabe des neuen Presbyteriums, das noch durch vier Mitarbeiter und sechs Pfarrer ergänzt wird, steht auch gleich an. So muss die Pfarrstelle von Michael Lucka-von Eerde, der die Gemeinde am 4. März mit einem Abschiedsgottesdienst verlässt und Seelsorger in der Justizvollzugsanstalt Essen wird, neu besetzt werden.
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