Kreis Wesel: Wallfahrt startet in fünfte Saison
VON JULIA NAKÖTTER - zuletzt aktualisiert: 24.04.2010Kreis Wesel (RPO). Am 2. Mai wird in Wesel-Ginderich die fünfte Wallfahrtssaison der Neuzeit eröffnet. Bis Oktober können Gläubige zur St. Mariä Himmelfahrt-Kirche pilgern. Im vergangenen Jahr sahen 3000 das Gnadenbild. Künftig sollen mehr Radtouristen gelockt werden – durch Schilder an der Römer-Route.
Ginderich erwartet die Pilger: Am 2. Mai wird Domkapitular Prälat Richard Schulte-Staade ab 9.30 Uhr ein Festhochamt zur Eröffnung der Wallfahrtssaison in St. Mariä Himmelfahrt feiern. "Damit gehen wir in die fünfte Wallfahrtssaison der Neuzeit", erklärt Heinrich Henrichs, Chef des Wallfahrtsausschusses. Nach 365 Jahren Prozessionsverbot wurde Ginderich 2005 wieder in den Kreis der Wallfahrtsorte im Bistum Münster aufgenommen. "Und seitdem sind die Pilger ein wichtiger Baustein der Pfarrgemeinde geworden", erzählt Mitstreiter Ralf Sundermann.
17 Gruppen schon angemeldet
Öffnungszeiten
In der Wallfahrtszeit, von Anfang Mai bis Ende Oktober, ist die Gindericher Pfarrkirche mittwochs, samstags, sonntags und an den Feiertagen jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Besucher, die außerhalb dieser Zeit an St. Mariä Himmelfahrt Station machen, können künftig durch eine Glastür das Gnadenbild der Maria betrachten.
Zudem habe sich Ginderich bei zahlreichen Gruppen als Pilger-Station etabliert. So kommen Gläubige der beiden Weseler Innenstadtgemeinden sowie der Seelsorgeeinheit Wesel-Ost in jeder Wallfahrtssaison. "Auch die Fußwallfahrt der Frauengemeinschaft aus Büderich ist schon zur Tradition geworden", sagt Henrichs. Aber auch aus dem Umland sei das Interesse groß. "Zuletzt war eine Frauengruppe aus Duisburg hier." Insgesamt 17 Gruppen haben sich bereits für die aktuelle Saison angemeldet.
"Die Pilger können nur eine Stippvisite oder einen Halbtagesausflug machen", erklärt Henrichs. Wenn nötig, steht ein Pfarrer oder Diakon zur Gebets-Begleitung bereit. Im vergangenen Jahr strömten insgesamt 3000 Pilger und Radtouristen zum Gnadenbild der Maria. "Seit dem Start 2005 sind es stetig mehr geworden", sagt Ralf Sundermann. Im September ist eine weitere Großeltern-Enkel-Wallfahrt in Kooperation mit Marienbaum geplant. "Unser Ziel ist es jetzt, weitere Radtouristen nach Ginderich zu locken." Mehrere Schilder, aufgestellt an der Römer-Route, sollen künftig auf den sehenswerten Abstecher hinweisen. "Wir organisieren die Schilder selbst. Die gebürtige Gindericherin Melanie Gardemann hat sie ehrenamtlich für uns entworfen." Noch in diesem Jahr sollen die braunen Tafeln mit dem Hinweis "Via Maria" – unter anderem an der neuen Rheinbrücke – aufgestellt werden.
40 ehrenamtliche Helfer
Sollten die Radpilger St. Mariä Himmelfahrt außerhalb der Öffnungszeiten (siehe Info) ansteuern, können sie das Gnadenbild trotzdem betrachten. "Damit keiner vor verschlossenen Kirchtüren steht, wird eine geöffnet. Durch eine gläserne Wand kann dann die Marienstatue gesehen werden", sagt Sundermann. Dies sei ein Kompromiss, um die Kostbarkeiten der Kirche zu schützen, wenn keiner der 40 ehrenamtlichen Helfer vor Ort ist.
Damit vor allem ältere Pilger mit ihren Rollatoren die Kirche gut erreichen können, werden derzeit die Fugen im Kopfsteinpflaster vor dem Eingang neu verfüllt. Auch die Toilette im Pfarrheim wird behindertengerecht umgebaut.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum




