Hamminkeln: Was ist mit dem Sportplatz ?
VON BERNFRIED PAUS - zuletzt aktualisiert: 14.09.2007Hamminkeln (RPO). Rat schloss gestern das Kapitel Klostermühle in Marienthal mit Happy End. Doch es tut sich eine neue Baustelle auf: SPD sauer, weil sich für neuen Sportplatz nichts bewegt. Gold-Medaille für HVV-Ehrenvorsitzenden Heinz Breuer.
Goldige Premiere
HVV-Ehrenvorsitzender Heinz Breuer ist der erste Träger der Goldenen Medaille der Stadt Hamminkeln.
Der Rat zeichnete ihn gestern für seine Verdienste um das Zusammenwachsen der Stadt der sieben Dörfer aus.
Der Rat hatte gestern einen mühsamen Job, musste Stück für Stück abhaken, was Fachausschüsse zuvor intensiv erörtert und abgestimmt hatten. So schloss er mit routinierter Geschäftsmäßgkeit eine Akte, die in der Vergangenheit an der Issel hohe Wellen hat schlagen lassen. Nun aber ist der Weg für den Wohnpark Klostermühle in Marienthal endgültig frei. Und er wird nicht über Gebühr von Passanten durchschritten. Dafür sorgt eine Brücke, die über die Issel geschlagen wird und den Klosterweg mit dem Isselgrund verbindet.
Mit einem ähnlichen Abstimmungsmarathon verdiente der Rat richtig Geld, indem er im Baugebiet Märkisch Oderland zusätzliche Baufläche geschaffen hat. Das zentrale Auffangbecken für Regenwasser wurde aufgegeben und ist nun frei für Häuslebauer. Der Regen sammelt sich stattdessen in Sickermulden, so genannte Rigolen, längs der Straßen.
Mit Kunstrasen
Auch die planungsrechtliche Erweiterung des neuen Sportgeländes im Mühlenrott war nur noch reine Formsache. Wann’s hier aber sichtbar losgeht, ist immer noch nicht klar. Technischer Beigeordneter Hans-Georg Haupt antwortete auf die polemische Frage von Peter Fege (SPD) ausweichend. Der wollte wissen, ob er „in den nächsten Monaten“ konkrete Informationen erwarten könne, um auf Fragen aus Reihen der Fußballer mit mehr antworten zu können als mit Schulterzucken. Es gebe inzwischen einen Bauantrag für die Sportfläche (ein Kunstrasenfeld und Fläche für zwei Rasenplätze), so Haupt. Den werde er mit dem beantragten Bau-Entwurf fürs Klubheim in Kürze als Paket an die Fraktionen geben. Einen Termin mit Klubverantwortlichen zur Verteilung der Baukosten fürs Klubheim (städtischer Part/Eigenleistung), so sagte Haupt auf RP-Anfrage, gebe es seines Wissens immer noch nicht. „Das Bauamt hat seine Hausaufgaben gemacht. Die Finanzierung ist nicht mein Part“, sagte er in Richtung Kämmerin Kischka.
Beschwichtigend reagierte der Chef-Techniker auf die Sorge in Mehrhoog, dass der Dorfplatz einen gewaltigen Lärmschutzwall brauche. Er wolle lieber von „Abschirmung“ sprechen, rund 2,50 Meter hoch und bepflanzt. Auf die Frage nach Erdbohrungen an der Betuwe begab er sich ins Reich der Spekulation. Es gehe hier offenbar um die Erkundung, auf welcher Seite des Schienenstranges das dritte Gleis gebaut werden soll.
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