Wesel: Was uns im Theater beschäftigt
VON PETER KLUCKEN - zuletzt aktualisiert: 06.03.2008Wesel (RPO). Jetzt wurde das Programm des Duisburger Akzente-Schauspieltreffens vom 17. Mai bis zum 1. Juni vorgestellt. Zu den Höhepunkten gehören Gastspiele aus Berlin, München und Hamburg. Im Angebot ist auch ein Festival-Pass.
Duisburg Das Theatertreffen wird in diesem Jahr wieder das „Fundament“ der Akzente sein, die zum 31. Mal stattfinden und die vom 16. Mai bis 1. Juni das Kulturleben in Duisburg prägen werden. Gestern wurde das Schauspiel-Angebot vorgestellt. Zugleich startet ab sofort der Vorverkauf für alle Vorstellungen im Duisburger Stadttheater.
Das große Thema „Arbeit“
Nicht zuletzt erfuhren wir jetzt auch den konkreten Titel des Festivals, das sich mit dem großen Thema „Arbeit“ beschäftigen soll und dementsprechend ganz schlicht lautet: „Was uns beschäftigt.“ Karl Janssen sieht die diesjährigen Akzente als Abschluss einer Festival-Trilogie zum Themenkomplex Werte und Normen. Zur Erinnerung: die 29. Akzente hatten das Thema „Woran glauben?“, die 30. hießen „Was ist normal?“
Volksstück
Am 17. Mai kommt das Deutsche Theater Berlin mit Ödon von Horváths „Kasimir und Karoline“ ins Duisburger Stadttheater. Andreas Dresen hat das Volksstück spektakulär inszeniert, wobei die Musik nicht zuletzt deshalb eine große Rolle spielt, weil eine Berliner Kultband „17 Hippies“ live auftritt. Insgesamt reisen die Berliner mit einem 51-köpfigen Ensemble an.
Am 20. Mai ist die zweite Großproduktion des Akzente-Theatertreffens zu sehen. Luk Perceval, dessen „Schlachten“-Marathon vor einigen Jahren auch im Landschaftspark Duisburg-Nord für Aufsehen sorgte, hat sich diesmal für die Berliner Schaubühne Arthur Millers Erfolgsstück „Tod eines Handlungsreisenden“ vorgenommen. Wir können einen wuchtigen Theaterabend erwarten, ganz anders, als man es sonst bei diesem bekannten „Schulklassiker“ erwartet.
Am 26. Mai und 27. Mai ist das Hamburger Thalia Theater mit Brechts witzig-bösartigem Stück „Herr Puntila und sein Knecht Matti“ hier zu Gast. Michael Thalheimer führt Regie, was allein einen großen Theaterabend erwarten lässt. Das Thalia wurde zum Theater des Jahres 2007 gekürt.
Am 29. und 30. Mai ist das ganz neue Stück von Nuran David Calis „Stunde Null Vol. I-III“ hier zu sehen – und zwar als eine Produktion von Schauspiel Köln und Essen in Kooperation mit dem Theater Duisburg. Es geht dabei um das Schicksal der ersten deutschen Gastarbeiter. Michael Steindl, künstlerischer Leiter des Duisburger Schauspiel-Angebots, sagte gestern im Pressegespräch, dass der Autor auch in Duisburger Altenheimen Zeitzeugen befragt habe.
Horváth zum Schluss
Die Reihe der großen Schauspiel-Produktionen schließt am 1. Juni das Gastspiel der Münchener Kammerspiele mit Horváths „Glaube Liebe Hoffung“ ab. Die Regie hat Stephan Kimmig. Das Datum fällt auf den 70. Todestag des vor den Nazis fliehenden Autors, der in Paris bei einem Gewittersturm von einem herabstürzenden Ast erschlagen wurde.
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