Wesel: Weg fürs ungehinderte Radeln am linksrheinischen Deich ist frei
VON KLAUS NIKOLEI - zuletzt aktualisiert: 05.03.2009Wesel (RPO). Der Stadtentwicklungsausschuss hat gestern Abend den Weg freigemacht fürs ungehinderte linksrheinische Deichradeln zwischen der neuen Rheinbrücke und der Stadtgrenze Xanten. Zehn Jahre lang hatte das Thema immer wieder die Gemüter erhitzt. Jetzt hat die Politik einstimmig einen Entschluss gefasst, mit dem alle zufrieden sind. Das Ziel, auf einem asphaltierten Deichkronen-Weg mit horizontweitem Blick die Landschaft zu genießen, kann aus Kostengründen kurzfristig nicht realisiert werden kann. Deshalb hat sich der Ausschuss zunächst auf die vom Technischen Dezernenten Hans-Joachim Berg (Kreis Wesel) vorgestellte Variante geeinigt: Mit Beginn der Saison, die kurz vor Ostern eingeläutet wird, wird ein durchgängiger Rhein-Radweg zwischen Stahlsweg (ehemaliges Fort Blücher) und Eyländerweg ausgeschildert.
37 000 Euro für mobile Zäune
Ortsfremde werden zunächst entlang des Flusses bis zur alten Eisenbahnbrücke geleitet. Von dort geht's parallel zur Deichkrone auf dem so genannten Deichverteidigungsweg weiter bis zum Wohnhaus von Schäfer Knoop in Perrich. Die Strecke verläuft dann über die von alten Bäumen gesäumte Straße Zur Bauernschaft bis zur Nato-Rampe. Von dort geht es dann auf dem Deichverteidigungsweg weiter Richtung Bislicher Insel auf Xantener Gebiet – immer mit Blick auf den Rhein. Sperrungen, die es durch die Beweidung immer wieder gegeben hat und die für Ärger gesorgt haben, gehören damit der Vergangenheit an. Um die Variante zu realisieren, müssen am Deichverteidigungsweg wasserseitig mobile Hülsenzäune aufgestellt werden. Investitionskosten: 37 000 Euro. Hinzu kommen jährliche Unterhaltungskosten in Höhe von 20 000 Euro. Berg betonte, dass ortskundige Radler bei geöffneten Toren natürlich auch die holprige Deichkrone nutzen können.
Auch der Weg auf der neuen Deichkrone zwischen Büderich und Rheinberg soll auf einer Länge von drei Kilometern beidseitig Zäune erhalten. Die Stadt hofft, dass sich die Firma Solvay zu 50 Prozent an den Investitionskosten in Höhe von 62 000 Euro beteiligen. Um die laufenden Kosten für den Auf- und Abbau der Zäune stemmen zu können, sind jährlich 6200 Euro nötig.
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