Hamminkeln: Wehr als gesellschaftliches Vorbild
VON DANIEL BRODHUHN - zuletzt aktualisiert: 01.02.2010Hamminkeln (RPO). Sorgen um Einschnitte in Zeiten knapper Kassen kennzeichneten die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hamminkeln in der Wertherbrucher Bürgerhalle. Bürgermeister Holger Schlierf lobte den Einsatz der Kräfte und versprach für Wünsche "ein offenes Ohr".
Auch in finanziell für die Kommunen schwierigen Zeiten wie diesen darf nicht am falschen Ende gespart werden. Darin sind sich Udo Zurmühlen und Holger Schlierf einig. Der Stadtbrandinspektor der Freiwilligen Feuerwehr Hamminkeln und der Bürgermeister gaben auf der Jahreshauptversammlung der städtischen Löschzüge in diesem Punkt ein Bild der Geschlossenheit ab. "Ich hoffe auf die Einsicht von Politik und Verwaltung", sagte Zurmühlen am Samstagabend in der Bürgerhalle Wertherbruch. "Eine ständige Aktualisierung und Erneuerung der Fahrzeuge und Geräte ist erforderlich. Nur so kann die Sicherheit der Bürger in Hamminkeln dauerhaft gewährleistet werden".
Viele Jubiläen
Das Jahr 2010 bei der Freiwilligen Feuerwehr steht ganz im Zeichen vieler Jubiläen.
Im Juli feiert der Löschzug Brünen sein 175-jähriges Bestehen.
Im September steht die Feier des Löschtrupps Loikum zum 75. Jubiläum auf dem Programm.
Zuvor feiert auch die Jugendwehr einen runden Geburtstag. Sie wird im August 40 Jahre alt.
Doch die Bedenken des Brandinspektors scheinen unbegründet zu sein. Bürgermeister Schlierf lobte in seiner Ansprache die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehr in den höchsten Tönen und sicherte der Wehr auch für die kommenden Jahre die volle Unterstützung zu. "Gerade in Zeiten wie diesen kann die ehrenamtliche Arbeit, die hier bei der Freiwilligen Feuerwehr geleistet wird, gar nicht hoch genug bewertet werden. "Natürlich muss durch die aktuelle Wirtschaftslage mit Einschnitten gerechnet werden. Für die Wünsche der Feuerwehr werden wir aber auch weiterhin stets ein offenes Ohr haben", versicherte Schlierf.
Bernhard Schröer 70 Jahre dabei
"Das Zusammengehörigkeitsgefühl bei der Feuerwehr ist einmalig und für jeden der dabei ist eine persönliche Bereicherung", meinte Holger Schlierf in Anbetracht der vielen anstehenden Feten. "Das Zusammenleben in Ihrer Gemeinschaft ist für unsere durch immer mehr Individualisierung geprägte Gesellschaft absolut nachahmenswert. Die Feuerwehr ist ein gesellschaftliches Vorbild", ergänzte der Bürgermeister, der dafür jede Menge Beifall erntete.
Neben dem Rückblick auf das letzte Jahr standen vor allem Ehrungen und Beförderungen auf dem Programm. Durch die Vollendung des 60. Lebensjahres wurden Heinz-Jürgen Kathage, Hermann Hüning, Johannes Daniel (alle Dingden) und Günter Potten (Wertherbruch) in die Ehrenabteilung übernommen. Bernhard Schröer vom Löschzug Dingden wurde für 70 Jahre Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr Hamminkeln geehrt.
169 Einsätze
Für 35 Jahre Mitgliedschaft bei der Hamminkelner Wehr wurden am Samstag Herbert Eimert (Hamminkeln), Werner Kathage, Ludger Schmitz, Werner Deckers und Ludger Freesmann (alle Dingden) ausgezeichnet. Ihr 25-jähriges Jubiläum feierten Arnold Terörde (Dingden) sowie Ralf Bauhaus (Brünen).
Im Jahr 2009 rückten Zurmühlen und seine Kameraden insgesamt 169 Mal aus. Im Jahr zuvor waren es noch 68 Einsätze mehr gewesen.
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