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Wesel: Weitere "Stolpersteine" für Wesel und Büderich

zuletzt aktualisiert: 10.08.2010

Wesel (RPO). Nach dem Wechsel an der Vorstandsspitze des Jüdisch-Chrislichen Freundeskreises (JCF) informiert der neue Vorsitzende Wolfgang Jung über die geplanten Aktivitäten des JCF.

Weitere "Stolpersteine" – hier die der Familie Kohlmann – werden verlegt. Foto: RPO
Weitere "Stolpersteine" – hier die der Familie Kohlmann – werden verlegt. Foto: RPO

Am Freitagnachmittag wird zunächst der nun scheidende, langjährige Vorsitzende Günter Faßbender im Preußen-Museum verabschiedet. Im Anschluss schauen sich die Mitglieder des JCF dort die Ausstellung "Steine und Spuren – aus dem Vergessen gemalt" des Malers Alexander Dettmar an. Museumschef Dr. Veit Veltzke wird durch die Schau mit Bildern von jüdischen Gotteshäusern führen.

Theater und Lichtergang

Am Sonntag, 29. August, findet zudem um 11 Uhr im Städtischen Bühnenhaus ein Konzert des Kibbuz-Youth-Orchestra und der Musik- und Kunstschule Wesel statt. "Diese unterstützenswerte Verbindung junger Musiker existiert nun schon seit einigen Jahren und es hat wechselseitige Konzertbesuche gegeben", berichtet Jung. Die Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht, die der Jüdisch-Christliche Freundeskreis organisiert, wird in diesem Jahr am 9. November um 19 Uhr auf der Studiobühne des Bühnenhauses stattfinden. "Aus Anlass des Gedenkens wird das Stück ,Empfänger unbekannt' von Kathrine Kressmann-Taylor gezeigt", so Jung. Das Theaterstück erzählt in Form eines Briefwechsels eine Freundschaftsgeschichte in der Zeit des Nationalsozialismus. "Den Gedenktag werden wir mit dem Lichtergang zum Willibrordi-Dom beschließen", erläutert der neue Vorsitzende.

Fortgesetzt wird in Wesel das Projekt "Stolpersteine". Der Künstler Gunter Demnig soll am 10. November weitere mit Messingplatten versehenen Pflastersteine in der Hansestadt und in Büderich verlegen. "Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist", sagt der Kölner Demnig zu seinem Projekt. Die Namen auf den Pflastersteinen erinnern an jüdische Bürger, die Opfer der NS-Zeit geworden sind. Die Steine werden direkt vor den Wohnhäusern der jüdischen Bürger platziert.

Quelle: RP

 
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