Wesel: Wesel macht Appetit
VON GERD HEIMING - zuletzt aktualisiert: 31.05.2008Wesel (RPO). Es ist angerichtet: Am Berliner Tor hat das Gourmetfest begonnen. Heute und morgen servieren Köche frisch zubereitete Speisen. Für zusätzliche Würze sorgen Modenschauen, Musik, Autoparade und verkaufsoffener Sonntag.
Genießen, schlemmen, sich unterhalten – um das zu tun, hatten sich Rita und Eckhard Adler sowie Heidi und Ulrich Amonat aus Wesel gestern Nachmittag rechtzeitig zum Start des Gourmetfests am Berliner Tor getroffen. „Wir sind Gourmet-Fans und reisen rum“, sagte Adler. Die Ehepaare kennen vergleichbare Veranstaltungen in Schermbeck, Mülheim, Gladbeck, Oberhausen und sind erfreut, „dass sich auch in Wesel was tut“.
Und zwar jede Menge. Heute und morgen servieren Köche rund ums Berliner Tor ihre frisch zubereiteten Köstlichkeiten. Dazu gibt es Modenschauen (an beiden Tagen ab 12 Uhr), viel Musik (heute spielt ab 21 Uhr die Band Maraton) und morgen am verkaufsoffenen Sonntag (13 bis 18 Uhr) eine Autoparade.
Bis Mitternacht
Das Gourmetfest findet heute von 11 bis 24 Uhr und morgen von 11 bis 20 Uhr statt.
Im Untergeschoss der Kaufhof-Filiale läuft heute und morgen auf einer vierspurigen Bahn das große Carrera-Rennen.
Jeder kann mitmachen. Die Teilnehmer starten in drei Altersklassen (sechs bis zehn, elf bis 15, ab 16 Jahre). Für die Schnellsten gibt es Preise.
„Resonanz immer größer“
Unerlässliches Fahrzeug der Köche ist der Kühlwagen. Darin verwahrt Thomas Geldermann vom Haus Drögenkamp (Bislich) allein 500 „Zanderburger“ – die garantiert grätenfreie Art, Fisch zu genießen.
250 gekühlte Portionen je Gericht hält Marc Borcherding vor. Der Chefkoch vom Restaurant Hohe Mark ist „Mann der ersten Stunde“ beim Gourmetfest und zum vierten Mal dabei. Schon zu Weihnachten hätten sich die ersten Gäste nach der Veranstaltung erkundigt, berichtet Borcherding. „Die Resonanz wird von Jahr zu Jahr größer.“ Er serviert wieder seinen „Klassiker“: Garnelenspießchen. Rinderfilet gibt es ein paar Meter weiter am Zelt von Haus Duden. „Hier zeigt man, was man kann“, sagt Chefkoch Peter Seidler und berichtet von einem guten „Langzeit-Effekt“ der Veranstaltung. Seidler braucht Milch und Sahne fürs Kartoffelpüree, erwartet wegen des Boykotts der Milchbauern aber keine Engpässe.
Nachschub satt gibt es auch für das vegetarische Gericht, das Wilhelm Busch (Haus Blumenkamp) anbietet: Spargel-Ragout in einer Orangen-Chili-Vanille-Marinade.
Sabine Ostrop, Vorsitzende der Werbegemeinschaft, lobte gestern zum Auftakt die „tolle Kochrunde“. Ihre Vertreterin Astrid Vogell ist überzeugt: „Hier verweilt man gern.“ Dafür stehen 750 Sitzplätze an schön dekorierten Tischen zur Verfügung. Alle Beteiligten hoffen auf trockenes und warmes, nicht zu heißes Wetter. Damit viele kommen, genießen und feststellen, was die Runde um Eckhard Adler schon weiß: „Wesel ist im Kommen. Weiter so!“
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