Wesel: Wesel will Fairtrade-Stadt werden
zuletzt aktualisiert: 16.05.2009Wesel (RPO). In Deutschland steckt das Thema noch in den Kinderschuhen. Während es in Großbritannien bereits 380 Städte gibt, die sich Fairtrade-Town nennen dürfen, ist Saarbrücken bisher die einzige Fairtrade-Stadt des Landes. Doch dabei soll es nicht bleiben. Seit Anfang 2009 können sich Kommunen in Deutschland für diesen Titel bewerben, der dafür Sorge tragen soll, dass sich der Faire Handel von Produkten immer mehr durchsetzt. Auch Wesel will sich an dieser Kampagne beteiligen.
Den Beschluss, in öffentlichen Sitzungen nur noch Fairtrade-Kaffee zu trinken, hat der Rat bereits gefasst. Jetzt will sie gemeinsam mit der Eine-Welt-Gruppe Wesel auch die weiteren Kriterien erfüllen, um sich den Titel Fairtrade-Stadt zu sichern. Derzeit findet sich gerade eine so genannte Steuerungsgruppe, die bereits sieben Mitglieder zählt und die die Aktivitäten vor Ort koordinieren soll.
Dazu gehört beispielsweise die Kontaktaufnahme zum Einzelhandel und zur Gastronomie mit dem Ziel, dass dort ein Teil des Warenbestands auf Fairtrade-Produkte umgestellt wird. Abhängig von der Einwohnerzahl muss eine bestimmte Anzahl von Geschäften und Gastronomiebetrieben für die Kampagne gewonnen werden. In Wesel sind mindestens 13 Geschäfte und sieben Gastronomiebetriebe vorgegeben. Außerdem müssen öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Vereine und Kirchen und nicht zuletzt die lokalen Medien als Berichterstatter mit eingebunden werden.
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