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Wesel: Weseler Polizisten bei G 8-Krawall in Rostock

VON KLAUS NIKOLEI - zuletzt aktualisiert: 05.06.2007

Wesel (RPO). Die Bilder von den Straßenschlachten in Rostock im Vorfeld des G 8-Gipfels, bei denen am Wochenende mehr als 400 Polizisten zum Teil schwer verletzt wurden, waren gestern in der Kreispolizeibehörde Gesprächsthema Nummer eins.

Dynamo-Hooligans griffen Polizisten an.  Foto: ddp, ddp
Dynamo-Hooligans griffen Polizisten an. Foto: ddp, ddp

Nicht zuletzt, weil auch zwei Beamte aus Wesel in Rostock im Einsatz sind und die Randale hautnah mitbekommen haben. „Wir halten ständig Kontakt. Ich habe mit beiden telefoniert – ihnen geht es gut“, sagte gestern Leitender Polizeidirektor Norbert Henrichs. Er und die beiden Kollegen seien überrascht vom Ausmaß der Krawalle, bei denen rund 1000 Personen verletzt wurden.

„Nicht als Besserwisser auftreten“

„Für die Einsatzkräfte vor Ort ist es eine ungeheuer schwierige Aufgabe, die friedlichen Demonstranten zu schützen und von gut 2000 Gewaltbereiten zu trennen“, ist Henrichs überzeugt. Er war in den 70er und 80er Jahren selbst bei Großdemonstrationen (RAF, Kurden) im Einsatz und damals im Innenministerium sowie bei der Bezirksregierung an Entscheidungsfindungen beteiligt.

„Ich möchte in dieser äußerst schwierigen Situation sicher nicht in der Haut der Entscheider stecken und ganz gewiss nicht als Besserwisser auftreten und gute Ratschläge geben. Weil man sich lebhaft in die Situation der Einsatzkräfte hineinversetzen kann, ist man auch mit dem Herzen dabei“ erklärte Henrichs. Ähnlich gehe es den Kollegen in Wesel, die über das Thema diskutieren. „Alle reden darüber. Aber nicht im Sinne von ,Mein Gott, was tun wir uns so leid’, sondern darüber, wie schwierig es ist, mit den gewaltbereiten Demonstranten umzugehen.“

Insgesamt befinden sich derzeit vier Polizeibeamte aus dem Kreisgebiet Wesel in Rostock. Einer der beiden Beamten aus Wesel betreut in der Hansestadt Pressevertreter, der andere vernimmt festgenommene Randalierer und bespricht das weitere Verfahren mit den zuständigen Richtern und Staatsanwälten.

Quelle: RP

 
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