Wesel: Winterabende sind Marienthals Magnet
zuletzt aktualisiert: 14.11.2008Wesel (RPO). Hamminkeln/schermbeck (age) 50 Kilometer Entfernung sind für Besucher, die nach Marienthal wollen, gar nichts. Die geschätzte Zahl von 50 000 Gästen jährlich erscheint den Marienthaler Kulturleuten eher untertrieben. Auch dieses Jahr locken neben vielem anderen wieder die gemütlichen Winterabende im Saal Elmer. Da lassen sich Natur, Gastronomie und Kultur miteinander verbinden. 15 000 Flyer wurden gedruckt, 1600 Mail-Adressen angeschrieben.
Los geht es am Sonntag, 16. November, wie stets um 17 Uhr, mit dem Duo Piatschello. Zu hören sind die 1. Sonate für Cello und Klavier von Camille Saint-Saens, zwei Variationszyklen von Beethoven über Mozarts „Frauen, welche Liebe fühlen“ sowie die „Variations concertantes“ von Mendelssohn Bartholdy. Sogar Musik von Charlie Chaplin haben die beiden Künstlerinnen für sich entdeckt.
Amerikanische Weihnachtslieder
Am 30. November bringen Gin Fis das amerikanische Weihnachtslieder-Programm „Santa Claus is coming to town“. In dichter Folge erscheinen die weiteren Veranstaltungen. „Es hat sich herausgestellt, dass in der Vorweihnachtszeit Marienthal am besten besucht wird“, sagt Karl-Heinz Elmer. Er selbst, Elisa Franz und seine Tochter Ann-Kristin unterstützen am 7. Dezember die Gruppe Seytensprung, die zum zwölften Mal dabei ist. Für das Konzert am 14. Dezember mit Ausnahmekünstler Matthias Schlubeck (Panflöte) hat man die Klosterkirche reserviert, die 170 Plätze bietet. Diesmal bringt Schlubeck die Harfenistin Johanna Seitz mit.
Am 21. Dezember entführen Jessica Burri und das sechsköpfige Ensemble Singing Bowls mit musikalisch begleiteten Erzählungen in die intime Atmosphäre der Adventszeit, eine Art Hausmusik im besten Sinne. Auch für Esoterik-Fans sei dies etwas, versichert der Kulturkreis. Am Neujahrsabend gestaltet zum zehnten Mal Schauspieler Hans-Peter Körner einen Otto-Reutter-Abend. Titel: „Mit Pauken und Trompeten“. 1041 Lieder des legendären Humoristen hat er bereits gesammelt. Am 1. Februar bietet ein noch lebender Poet, der literarische Wortakrobat Friedhelm Kändler, eine Mischung aus Soloperformance und Lesung.
Über „Die hohe Kunst der Weltrettung“ wird Kai Magnus Sting am 22. und 23. Februar gemeinsam mit Musikern der Deutschen Oper am Rhein humorvoll reflektieren. Den Schlusspunkt setzen „Vocaldente“ am 1. März. Die Boygroup gehöre zur A-Cappella-Crème und wurde vom Kulturkreis auf der Freiburger Kulturbörse entdeckt.
Ausnahmsweise kostet dieses Konzert 15 Euro, die anderen Abende zwölf Euro. Zum letzten Mal, wie der Kulturkreis bedauert. In 2009 wird‘s teurer. Weiter wurde mitgeteilt, dass das Zelt im Sommer wieder angemietet wird, statt es, wie mal geplant, zu kaufen. Man hat bei der Stadt beantragt, die 6000 Euro Leihgebühr zu übernehmen – zusätzlich zum Pool von 1000 Euro für die Kulturveranstaltungen selbst.
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