Wesel: Wirtschaft und Jobs: CDU will grundsätzliche Kehrtwende
zuletzt aktualisiert: 21.08.2009Wesel (RPO). Die CDU will auch in der Schlusswoche des Wahlkampfes ihre Themen Wirtschaft, Arbeitsplätze und Bildung nach vorne tragen. "Denn von diesen Bereichen hängt ab, was sich die Stadt Wesel in anderen Bereichen leisten kann", sagt Bürgermeister-Kandidat Ralf Hörsken. Höchste Priorität habe das Thema Wirtschaft, was auch durch das Auflaufen einer ganzen Minister-Riege demonstriert werde. NRW-Finanzminister Helmut Linssen ist nächster Gast. Kämpferisch zwar, aber im Tonfall sachlich, seriös und keinesfalls so wie SPD-Chef Ludger Hovest (SPD) wollen Hörsken und die CDU agieren.
Wie der Obergenosse Tretford-Geschäftsführer Welcker in Sachen Fusternberger Baugebiet angegriffen habe ("Pech gehabt beim Vertrag mit der Sparkasse") sei ein Tonfall, der Wesels Ruf bei der Wirtschaft schade. "So etwas spricht sich herum. So geht man nicht mit einem der besten Gewerbesteuerzahler über Jahrzehnte um", so der CDU-Kandidat. Damit würden Versäumnisse der Stadt überspielt, die kein Baurecht geschaffen habe, bestätigt Franz Bothen, Chef im Wirtschaftsförderungsausschuss.
Hörsken weiter: "Die Bürgermeisterin ist eine Vorschriftensammlerin ohne Draht zu ansiedlungswilligen Firmen. Der sehr gute Wirtschaftsförderer Johannes Opgen-Rhein wird allein gelassen." Als Verwaltungschef werde er mit ihm "Hand in Hand" arbeiten. Wesel habe beste Infrastruktur und gutes Ansiedlungspotenzial.
Die CDU wirft Westkamp unredliches Verhalten vor und nimmt "wachsende Hektik wegen verfehlter Wirtschaftspolitik" in der letzten Wahlkampfphase als Grund an. Sie hatte bei der "Elefantenrunde" gesagt, Entsorger KSR komme später in den Lippe-Mündungsraum. Dabei investiert die über Wesel erzürnte Firma massiv in Sonsbeck.
Als "Flachglas-Lüge" sieht die CDU Westkamps dauerhafte Behauptung, das Unternehmen werde gefährdet. Das Gegenteil, so Hörsken, sei der Fall. Flachglas kenne die Stadthafen-Pläne und sei er freut, davon zu profitieren. Der FDP bescheinigt er Klein-Klein: "Das Kandidat Schafaff ein Tretboot im Auesee will, ist ja nett, aber kein Zeichen von Wirtschaftskompetenz."
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