Hamminkeln: Wisentschädel verschenkt
zuletzt aktualisiert: 24.07.2010Hamminkeln (RPO). Der Heimatverein Dingden hat dem Wisentgehege in Hardehausen bei Warburg aus seiner Sammlung einen Wisentschädel geschenkt. Die prähistorischen Knochen von Wisents, Mammuts und Rentieren waren bei Abgrabungen im Raum Dingden entdeckt worden und hatten die Fachwelt in Erstaunen versetzt.
Dr. Klaus-Peter Lanser vom Westfälischen Landesmuseum in Münster hatte 2002 den erstaunlich guten Zustand der Funde gelobt. Später empfahl er die Wisentschädel für die Wanderausstellung "Von Anfang an in NRW", danach gingen zwei Schädel an das Regionalforstamt Hochstift. Jetzt hat der Heimatverein einen davon dem dortigen Wisentgehege geschenkt. Mit dieser großzügigen Gabe möchten die Dingdener etwas von der bislang erfahrenen Unterstützung durch die Experten zurückgeben. Eigentlich wollte das Wisentgehege den Schädel kaufen. Der Heimatverein aber wollte kein Geld dafür und weiß das prähistorische Stück in guten Händen.
Der 20 000 Jahre alte Schädel eines Steppenwisents soll in einer Dauerausstellung in dem Gehege angeschlossenen Waldinformationszentrum Hammerhof gezeigt werden. Die Spitzen der Hornzapfen des bison priscus stehen 1,23 Meter auseinander. Heutige Wisente bringen's gerade mal auf einen halben Meter.
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