Schermbeck: Wunschbesetzung Rudolph die richtige Wahl
zuletzt aktualisiert: 30.08.2010Schermbeck (RPO). Im Abschluss an die Eröffnung der Sack-Ausstellung las Claude-Oliver Rudolph vor 100 Besuchern im Haus Nottbeck. "Er war unsere Wunschbesetzung", sagte Prof. Gödden über den Schauspieler, der das Image des antibürgerlichen Lebenskünstlers Gustav Sack lebendig halten kann. Immer wenn ein Mann fürs Brachiale gesucht wird, ist der breitschultrig untersetzte Karatemeister Rudolph eine erste Wahl. Die Inhalte der eineinhalbstündigen Lesung schrieben Gödden und der Schermbecker Literaturwissenschaftler Steffen Stadthaus dem Schauspieler buchstäblich auf den Leib. Und mehr als einmal gaben ein Schmunzeln, das Aufleuchten der Augen sowie die sichtliche Begeisterung am Lesestoff zu erkennen, dass Rudolph offensichtlich Parallelen seines Lebens in der Vita des Schermbecker Dichters zu erkennen glaubte. An solchen Stellen geschah es dann auch, dass Rudolph von dem ihm vorgegebenen Lesekonzept ausbrach, um ein paar eigene Kommentare einzufügen.
Die Parallelität von Leben, Werk und Zeitgeist zur Jahrhundertwende war das besonders Reizvolle einer Lesung, die die Zuhörer fesselte, weil Sacks ohnedies bekannte Sprachgewalt und die auf Identifikation mit dem Lesestoff hinzielende Ausdruckskraft Rudolphs einander frappierend ergänzten.
So entstand das Bild eines Dichters, den es nach der Jugend in Schermbeck über Greifswald, Münster, Halle, Rostock München und die Schweiz nach Rumänien führte. In 31 Jahren schuf Sack Romane, Gedichte, Novellen und Essays, von denen nur Bruchteile zu Lebzeiten veröffentlicht wurden.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum




