Kreis Wesel: Zwei neue Radarwagen blitzen ab heute kreisweit
zuletzt aktualisiert: 20.11.2007Kreis Wesel (RPO). WES-KW 787 und WES-KW 727: Diese Kennzeichen von zwei Fahrzeugen der Marke Skoda Roomster sollten sich Autofahrer merken. Das sind die beiden neuen Radar-Fahrzeuge des Kreises Wesel, die ab heute im Einsatz sind. Sie ersetzen einen zwölf Jahre alten VW Passat, aus dem bisher geblitzt wurde. Der ausgemusterte Wagen hatte vorne und hinten je eine Messanlage. Weil die Front-Kamera häufiger unbrauchbare Fotos geschossen habe (Fahrer von A-Säule verdeckt), so Teamleiter Bodo Leineweber von der Bußgeldstelle, „schießen“ die neuen Radarwagen nur durch die Heckscheibe. Die besteht aus Klarglas, weil die grünliche Wärmeschutzverglasung hinderlich wäre, so Leineweber.
Die beiden Skodas in silber- bzw. graumetallic sind mit der Aufschrift „Wir sorgen für Ihre Sicherheit“ unterwegs. Damit soll nach den Worten von Landrat Dr. Ansgar Müller deutlich werden, dass es dem Kreis nicht darum geht, durchs Blitzen von Temposündern die Kasse aufzubessern (diese Absicht verfolgt die Stadt Wesel). Ziel sei vielmehr, für mehr Sicherheit zu sorgen, sagte Müller. Wesel gehört zu den Kreisen im Land, in denen die meisten Kinder und andere „schwache“ Verkehrsteilnehmer verunglücken. „Dagegen müssen wir etwas tun“, betonte der Landrat. Deshalb stehen die Radarwagen vor Schulen, Kindergärten und Altenheimen sowie da, wo es häufig zu Unfällen kommt. Es gehe darum, die Geschwindigkeiten an solch sensiblen Orten zu senken, sagte Müller.
Bald Mitteilung über Einsatzorte?
Um dem Vorwurf der „Abzocke“ entgegenzuwirken, überlegt der Kreis, die Einsatzorte der Radarwagen künftig regelmäßig und wochenweise zu veröffentlichen.
Die neuen Fahrzeuge kosteten einschließlich Radartechnik, die vom Vorgängermodell übernommen und umgerüstet wurde, etwa 50 000 Euro. Hinzu kommen kreisweit 16 stationäre „Starenkästen“, für die es fünf Kameras gibt.
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