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Fußball: 10:0 war Lehwald zu wenig

VON JOACHIM SCHWENK - zuletzt aktualisiert: 16.04.2007

Spitzenreiter PSV Wesel erfüllte im Derby der Fußball-Bezirksliga seine Pflicht. Er schaffte einen zweistelligen Erfolg gegen den Weseler SV. Den Trainer ärgerte allerdings, dass sein Team nicht noch mehr Tore geschossen hatte.

Der Weseler SV bot nur in Hälfte eins etwas energischere Gegenwehr. Nach der Pause hatte Tabellenführer PSV leichtes Spiel gegen den Gast, der nun auch rechnerisch als erster Absteiger feststeht. Das  Foto: RPO
Der Weseler SV bot nur in Hälfte eins etwas energischere Gegenwehr. Nach der Pause hatte Tabellenführer PSV leichtes Spiel gegen den Gast, der nun auch rechnerisch als erster Absteiger feststeht. Das Foto: RPO

Werner Lehwald ließ nicht locker. „Weiter, weiter“, rief der Trainer des PSV Wesel aufs Feld, als sich seine Kicker in der 90. Minute seiner Meinung nach zu behäbig zurück in die eigene Hälfte bewegten, nachdem Andre Vieira im Derby gegen den Weseler SV den Treffer zum 10:0 (3:0)-Endstand erzielt hatte. Der Tabellenführer der Fußball-Bezirksliga hatte seiner Pflicht damit gegen das abgeschlagene Schlusslicht, das seit gestern auch rein rechnerisch keine Chance mehr auf den Klassenerhalt besitzt, sicherlich erfüllt. Doch für Lehwald war es zu wenig.

„Viele Chancen verschleudert“

Info

So traten sie an

Wesel: Erhart - Vieira, Assfelder, Kirsch, Sayman (46. Derr), Schöneberg (68. Sürek), Güzel, Yumusak, Tuncel, Prietzel, Kiewitz (68. Hajrizi).

Weseler SV: Mühlen - Maiwald (52. Dalloshi), Bradaric, Liske, Tornow, Yapar, Kusz (52. Schweneker), Mecherfi (52. Celik), Kühnel, Aydin, Tyrann.

Der Trainer hatte schon von Beginn an kaum eine ruhige Minute auf dem Stühlchen verbracht, das er bei den Spielen seiner Mannschaft stets ein paar Meter neben der Bank aufstellt. Mal haderte er, mal kritisierte er, mal zeterte er. Dann schüttelte er nur den Kopf. Werner Lehwald wollte wesentlich mehr, als seine Mannschaft bereit war, gegen den bis auf die Anfangsphase hoffnungslos überforderten Gegner zu investieren. „Wer weiß, ob das Torverhältnis nicht den Kampf um die Meisterschaft entscheidet? Deshalb kann jeder Treffer wichtig sein. Und wir haben heute zahlreiche Chancen einfach so verpasst“, begründete Lehwald seine häufige Kritik am Personal, für die er sich manch verständnislosen Blick der Kicker eingehandelt hatte.

Sein Gegenüber hielt sich nicht lange mit dem Rückblick auf das Spiel auf. „Der Gegner war zwei Klassen besser. Wir hatten gehofft, nicht zweistellig zu verlieren. Das haben wir leider nicht geschafft“, meinte WSV-Coach Oliver Gramm. Es hätte in einer Partie, die früh allen Unterhaltungswert verlor, weil die Kräfteverhältnisse zu ungleich waren, noch wesentlich schlimmer für den punktlosen Tabellenletzten kommen müssen. Doch der PSV Wesel setzte vor 300 Zuschauern im Stadion Ost nicht entschlossen genug nach, als beim Kontrahenten nach der Pause die Kräfte erheblich schwanden.

Drei Treffer von Andre Vieira

Kadir Güzel (18.), Marcel Kirsch (20.) und Sebastian Schöneberg (33.) hatten mit ihren Treffern schnell die Hoffnungen der Gäste zerstört, dem Lokalrivalen ähnliche Probleme bereiten zu können, wie es eine Woche zuvor beim 1:2 gegen BW Wesel gelungen war. Eray Tuncel, Caglar Yumusak und Sebastian Schöneberg sorgten mit Toren zwischen der 47. und 51. Minute dafür, dass die Partie endgültig nur noch den Charakter eines Freundschaftsspiels hatte. Nur Lehwald wollte sich nicht damit abfinden. Und er konnte sich auch nicht beruhigen, als Andre Vieira (72., 78., 90.) und Marvin Prietzel (88.) für einen zweistelligen Sieg gesorgt hatten.

Quelle: RP

 
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