Fußball: 28 Minuten Nachspielzeit beim Erfolg der Zebras
zuletzt aktualisiert: 20.08.2007Telat Cakmaz, Coach des Fußball-Bezirksligisten BW Wesel, stand gestern nach dem 4:2 (2:1)-Sieg seiner Mannschaft bei Dostlukspor Bottrop noch mächtig unter Strom. „Ich kann mich kaum konzentrieren“, meinte der aufgewühlte Trainer der Zebras nach dem Schlusspfiff. Der Grund: Der Schiedsrichter hatte in Bottrop sage und schreibe 28 Minuten nachspielen lassen – 13 in der ersten und 15 in der zweiten Hälfte. „So etwas habe ich noch nicht erlebt. Der Unparteiische hat sich von gegnerischen Akteuren und Zuschauern derart unter Druck setzen lassen, dass er alles falsch gemacht hat“, erklärte Cakmaz.
So richtete sich das Hauptaugenmerk aller Beteiligten auf die widrigen Umstände. Das gute Spiel der Zebras, die sich für die Auftakt-Niederlage rehabilitierten, geriet in den Hintergrund. Markus Hoppenreis (35.) und Engin Vural (38.) sorgten für eine verdiente 2:1-Pausenführung, nachdem Dostlukspor bereits in der 20. Minute getroffen hatte. Auch nach dem Wechsel blieben die Zebras spielbestimmend. Zunächst traf Hoppenreis (55.) nur den Pfosten, ehe Engin Vural (65.) das 3:1 erzielte. Dem 2:3 des Gegners (70.) lies Christoph Dobrowolski (75.) das Tor zum 4:2 folgen.
Die unglaublich lange Nachspielzeit hatte es dann in sich. Die Zebra-Akteure Frank Peters und Maik Pagojus sahen jeweils die Ampelkarte. Keeper Pierre Siepekamp parierte einen fragwürdigen Foulelfmeter. Auch Bottrops Spielertrainer Mesut Harputlu flog mit Gelb-Rot vom Platz.
BW Wesel: Siepekamp - Fiori, Ridder, Pagojus, Steinert, Vural, Oesterschmidt (46. Konegen), Isik (77. Peters), Bulut (90. Sayik), Dobrowolski, Hoppenreis.
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