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Radsport: Auf dem Weg zur Spitze

VON MICHAEL ELSING - zuletzt aktualisiert: 08.11.2007

Sebastian Szraucner (20) gehört in seiner Altersklasse zu den besten deutschen Mountain-Bikern. Der Büdericher bereitet sich mit viel Engagement auf die neue Saison vor. Denn er hat große sportliche Ziele.

Sebastian Szraucner in seinem Element: Das Mountain-Bike beherrscht er im Gelände nahezu perfekt.  Foto: RPO
Sebastian Szraucner in seinem Element: Das Mountain-Bike beherrscht er im Gelände nahezu perfekt. Foto: RPO

Für einen sportbegeisterten und erfolgsorientierten Menschen wie Sebastian Szraucner waren die Sommermonate 2007 eine unbefriedigende Zeit. Im Mai brach sich der 20-Jährige bei einem Verkehrsunfall das Schlüsselbein. Seiner Leidenschaft, dem Mountain-Biking, konnte er danach lange Zeit nicht nachgehen. Mittlerweile sitzt er wieder auf dem Rad und bereitet sich auf die neue Saison vor. Dass Szraucner sein Hobby sehr intensiv betreibt, lässt sich schon an seinem Trainingspensum ablesen. Sechs Mal in der Woche sitzt er auf dem Mountain-Bike beziehungsweise dem Rennrad oder absolviert Übungseinheiten im Fitness-Studio.

Als er elf Jahre alt war, brachte ihn sein Vater Edward zum Mountain-Biking. Der war ursprünglich als Marathon-Läufer aktiv gewesen, absolvierte insgesamt 15 Rennen über die Königsdistanz. Doch dann suchte der 45-Jährige nach einer gelenkschonenderen Sportart und kaufte sich vor zehn Jahren ein Mountain-Bike. Zwölf Monate später schloss sich der Sohn dem Vater an. Es dauerte allerdings eine geraume Zeit, bis Sebastian Szraucner entdeckte, dass neben dem Spaß auch eine Menge Talent ihn ihm steckte.

Info

Kein ideales Terrain

Der Niederrhein ist nicht unbedingt das ideale Terrain, um Mountain-Biking auszuüben. Die „Halde Oberhausen“ und der „Reichswald Kleve“ bieten sich noch am ehesten zum Training an. Das Grundlagen-Training mit dem Rennrad ist dagegen in hiesigen Regionen sehr gut möglich.

Eine komplette Mountain-Bike-Ausrüstung ist nicht ganz günstig. Für das Rad werden zwischen 1500 und 3000 Euro fällig. Hinzu kommt die Bekleidung sowie Helm, Schuhe, Handschuhe und Brille.

Erster Start vor fünf Jahren

„Vor fünf Jahren habe ich begonnen, den Sport etwas ernsthafter zu betreiben“, erzählt Szraucner, der mit seinen Eltern in Büderich lebt und Mitglied bei der RG Haldern 03 ist. Dass er gleich bei seinem ersten Start, einem Rennen des NRW-Cups, den zweiten Platz belegte und schließlich in dieser Serie sogar Zweiter der Gesamtwertung wurde, motivierte ihn natürlich zusätzlich.

Weitere Erfolge stellten sich beinahe zwangsläufig ein. Den NRW-Cup hat er mittlerweile schon zwei Mal bei den Junioren und einmal in der Altersklasse U 23 gewonnen. In der Junioren-Bundesliga reichte es immerhin schon zum 13. Rang. Und auch in der U 23-Bundesliga, in der nicht nur die deutsche Elite an den Start geht, war Szraucner schon mit von der Partie. Nach zwölften Plätzen bei der Deutschen Meisterschaft 2003 (Junioren) und 2005 (U 23) strebte er in diesem Jahr einen Rang unter den besten Fünf an. Doch die Verletzung verhinderte eine Teilnahme.

„Spaß mit vielen Leuten“

Aber dieses Pech scheint Sebastian Szraucner nur noch ehrgeiziger gemacht zu haben. Die erneute NRW-Meisterschaft, den Gewinn des NRW-Cups sowie ein Platz auf dem Podest bei der DM sind seine nächsten Ziele. Und wenn’s in der Bundesliga gut läuft, winkt womöglich auch ein Start im World-Cup. Und was fasziniert ihn nun an der Sportart, in der es im Gelände auf schmalen Wegen rauf und runter geht ? „Neben den Rennen selbst macht es vor allem Spaß, die vielen Leute bei den Wettbewerben zu treffen“, sagt Szraucner, der Ausdauer und Technik für die wichtigsten Faktoren beim Mountain-Biking hält.

Quelle: RP

 
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