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Fußball: „Drei Punkte für die Seele“

VON MICHAEL ELSING - zuletzt aktualisiert: 17.09.2007

„Gewürge“ im Derby: Der PSV Wesel behielt im Lokalduell der Fußball-Bezirksliga gegen den SV Bislich mit 4:1 die Oberhand. Mehr Positives konnte Coach Werner Lehwald der schwachen Partie jedoch nicht abgewinnen.

Marvin Prietzel (links) und Kadir Güzel (rechts) freuen sich mit Stefan Giesen über dessen Treffer zum 2:1 für den PSV Wesel.  Foto: RPO
Marvin Prietzel (links) und Kadir Güzel (rechts) freuen sich mit Stefan Giesen über dessen Treffer zum 2:1 für den PSV Wesel. Foto: RPO

Der eine Trainer sprach von einem „Gewürge“, der andere von einem „zerfahrenem Spiel“. Recht hatten sowohl Werner Lehwald vom PSV Wesel als auch Christoph Körner vom SV Bislich. Denn was die Akteure im Derby der Bezirksliga gestern den Zuschauern im Stadion Ost boten, hatte mit hoher Fußballkunst nur wenig zu tun. Der Gastgeber durfte sich nach zwei Niederlagen in Folge zumindest über einen Sieg freuen. Er bezwang den Lokalrivalen mit 4:1 (1:0).

„Kleine Brötchen backen“

Das war aber auch das einzig Positive, das Lehwald der Partie abgewinnen konnte. „Das war unsere schlechteste Saisonleistung. Die drei Punkte sind für unsere Seele. Meine Vermutung, dass wir zunächst kleine Brötchen backen müssen, hat sich bestätigt“, sagte er. Sein Gegenüber analysierte die Begegnung nüchtern, aber treffend. „Der Sieg des PSV geht in Ordnung. Vielleicht ist er um ein Tor zu hoch ausgefallen. Wir bemühen uns, sind aber momentan nicht in der Lage, in der Defensive Tore zu verhindern“, urteilte Körner.

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Nicht zu ersetzen

Das Derby gab auch einen Hinweis darauf, welches Team den Verlust von Stammkräften besser kompensieren kann.

Auf beiden Seiten gab es verletzungsbedingte Ausfälle. Das Fehlen von Michael Bruns und Christian Ramms fiel beim SV Bislich jedoch weitaus schwerer ins Gewicht.

Die erste Halbzeit, die sehr tempoarm verlief, hatte nur zwei Höhepunkte. Zunächst brachte Marvin Prietzel den PSV in der 14. Minute nach einer Flanke von Eray Tuncel mit einem Kopfball in Führung. Die beste Chance zum Ausgleich besaß der SV Bislich nach einer halben Stunde, als erst Martin Sachse nur die Latte traf und der Nachschuss von Michael Conrad auf der Torlinie geklärt wurde. Nach dem Wechsel unterschritt der sichtlich verunsichert wirkende PSV noch das Niveau, das er zuvor geboten hatte. Die Bislicher schöpften so zwangsläufig Hoffnung, die Nahrung erhielt, als Johannes Götz in der 64. Minute einen an Thorsten Heweling verursachten Foulelfmeter verwandelte. Danach hinterließ keines der beiden Teams den Eindruck, die Partie unbedingt gewinnen zu wollen.

Führungstor aus heiterem Himmel

Bis Stefan Giesen in der 76. Minute aus heiterem Himmel das 2:1 gelang. Die unbeholfenen Bemühungen der Bislicher, noch einmal auszugleichen, wurden bestraft. Hassan Kaya (81.) verwertete eine Vorlage von Kadir Güzel zum 3:1. In der 90. Minute wurde Marvin Prietzel im Strafraum zu Fall gebracht. Den Elfmeter verwandelte David Meyer zum Endstand. Während der PSV mit diesem Sieg den Sturz ins Mittelfeld vermied, ist der SV Bislich nun dort angekommen.

PSV Wesel: Erhart – Vieira, Kirsch, Meyer, Tuncel, Cwiek (46. Kiewitz), Giesen, Güzel, Schild (76. Balci), Prietzel, Kaya.

SV Bislich: Sextro – Maik Sachse, Scholten, Bensberg, Martin Sachse, Heweling, Guettari, Kirchhöfer (60. Piekarczyk), Floris, Götz (69. Thiemann), Conrad.

Quelle: RP

 
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