Leichtathletik: Belgische Dominanz
VON JOACHIM SCHWENK - zuletzt aktualisiert: 16.10.2006Gert van Poucke gewann erneut das Hauptrennen über 10 000 Meter. Sein Clubkollege David Stevens siegte über 5000 Meter. Der Wermutstropfen bei der gelungenen Veranstaltung: nur 985 Meldungen und weniger Zuschauer.
Der Mann mit der Startnummer eins war wieder die Nummer eins. Gert van Poucke (KKA Gent) wiederholte am Samstag beim zweiten Weseler Hanse-Citylauf im Hauptrennen über 10 000 Meter seinen Vorjahressieg. Im Gegensatz zur Premiere lief der belgische U 23-Meister über 5000 Meter diesmal über weite Strecken ein einsames Rennen an der Spitze. Van Poucke verbesserte in 31:30 Minuten den von ihm gehaltenen Streckenrekord (32:11) im Lauf der Asse mit Startern von einer Bestzeit unter 45 Minuten deutlich. Er hatte im Ziel mehr als eine Minute Vorsprung vor seinen Clubkollegen Joerie Vanstellant (32:38) und Tim de Vilder (33:32). Dass in David Stevens, der im vergangenen Jahr noch lange Zeit der Wegbegleiter von Gert van Poucke im Rennen über 10 000 Meter gewesen war, ein weiterer Athlet von KAA Gent in 15:30 Minuten den 5000-Meter-Lauf gewann, rundete die bemerkenswerte Bilanz des belgischen Clubs ab.
Der nächste Citylauf
Der Termin für den dritten Weseler Hanse-Citylauf steht schon fest. Er findet am Samstag, 13. Oktober, statt.
Die Organisatoren sind guter Dinge, dass dann wieder ein vierstelliges Meldeergebnis erzielt wird. Zumal die Veranstaltung dann erstmals nicht in den Herbstferien stattfindet.
Training im Auestadion
Die Langstreckler, die sich nicht nur wegen ihrer Erfolge in Wesel wohl fühlen, wollen ihre Siegesserie 2007 fortsetzen. „Wir kommen wieder“, versprachen van Poucke und Stevens nach ihren erfolgreichen Läufen durch die Weseler Innenstadt. Sie hatten wie schon 2005 im Sommer am Niederrhein ein Trainingslager absolviert und dabei unter anderem im Auestadion zahlreiche Runden auf der Kunststoffbahn gedreht. Auch die Rennen am Samstag waren für die Gruppe des KAA Gent nur ein Training. „Wir bereiten uns derzeit auf die Cross-Saison vor“, sagte Stevens, belgischer Hallen-Meister über 3000 Meter. Er genoss ebenso wie seine Clubkollegen die Atmosphäre an der Strecke. „Das ist ein schönes Rennen. In Belgien gibt es bei Straßenläufen nicht annähernd so viele Zuschauer“, meinte van Poucke.
Allerdings: Die Resonanz war beim zweiten Citylauf bei weitem nicht so gut wie bei der gelungenen Premiere. An der Strecke waren weitaus weniger Zuschauer als vor einem Jahr. Und das Meldeergebnis blieb klar hinter der Auftakt-Veranstaltung zurück. Am Ende wurde sogar das Minimalziel verfehlt, wenigstens eine vierstellige Läuferschar zu präsentieren – ein Wermutstropfen. 985 Meldungen gab’s für die Rennen über 400 (Bambini), 1000 (Schüler), 5000 und 10 000 Meter – 1317 waren es 2005 gewesen.
Die schlechtere Resonanz war zwar eine kleine Enttäuschung für den Stadtsportverband sowie die Vereine HADI Wesel, GW Flüren und Weseler TV, die bei der Organisation erneut perfekt zusammenarbeiteten. Trotzdem fiel das Fazit positiv aus. „Es war wieder eine gelungene Veranstaltung“, sagte Wolfgang Hansen, Sprecher des Organisations-Teams (siehe Interview).
„Eine Top-Veranstaltung“
Zwei Männer, die selbst bei großen Läufen in der Region die Fäden ziehen, bestätigten es. „Es war wieder eine Top-Veranstaltung mit hervorragender Strecke und toller Organisation“, meinte Thomas Wingerath, Organisator des Hamminkelner Volkslaufs. „Das ist ein wunderschöner Lauf“, stellte Michael Keuten, Macher des Dinslakener City-Rennens, fest.
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