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Tischtennis: Dauerbrenner an der Platte

VON MICHAEL ELSING - zuletzt aktualisiert: 01.10.2008

Ulrich Wiedenhaupt hat im Trikot des Weseler TV 800 Pflichtspiele im Tischtennis bestritten. Seit 1966 gehört er dem Verein an, dem er nur drei Jahre lang untreu wurde. Ans Aufhören denkt der 52-Jährige noch nicht.

Aus den Händen von Abteilungsleiter Mathias Frensch nahm Ulrich Wiedenhaupt am vergangenen Sonntag ein Präsent für seinen 800. Einsatz entgegen. Geht es nach ihm, werden noch weitere hinzukommen.  Foto: RPO
Aus den Händen von Abteilungsleiter Mathias Frensch nahm Ulrich Wiedenhaupt am vergangenen Sonntag ein Präsent für seinen 800. Einsatz entgegen. Geht es nach ihm, werden noch weitere hinzukommen. Foto: RPO

Es ist in der Tischtennis-Verbandsliga nicht einmal etwas Besonderes, dass ein 52-jähriger Mann noch für seinen Verein an der Platte steht. „Da bin ich bei weitem nicht der Älteste“, stellt Ulrich Wiedenhaupt klar. Die Ehrung, die ihm am vergangenen Sonntag zuteil wurde, stellt aber sehr wohl eine außergewöhnliche Leistung dar. Denn Wiedenhaupt absolvierte bei der 5:9-Niederlage gegen den Post SV Kamp-Lintfort sein 800. Pflichtspiel für den Weseler TV.

Grund genug, um den Dauerbrenner im Dress des WTV einmal vorzustellen. „Nach dem Wembley-Tor“ habe es ihn vom Fußball zum Tischtennis verschlagen, erzählt Wiedenhaupt. Ein Freund habe ihn 1966 mit zum Training genommen. Das Spiel mit dem kleinen Zelluloid-Ball gefiel ihm so gut, dass er fortan dem Tischtennis treu blieb.

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Laufen und Radfahren

Wie schafft man es, auch mit 52 Jahren noch erfolgreich Tischtennis zu spielen ?

„Mir kommt natürlich entgegen, dass es in unserem Sport den Kampf Mann gegen Mann nicht gibt. Auf der anderen Seite halte ich mit Laufen und Radfahren fit“, so Wiedenhaupt, der auch schon einen Marathon gelaufen ist.

Mit dem WTV in die Oberliga

Auch vom Weseler TV trennte er sich nur ein einziges Mal. Zwischen 1980 und 1983 spielte Ulrich Wiedenhaupt für den WRW Kleve, mit dem er in die Oberliga, der damals dritthöchsten deutschen Spielklasse, aufstieg. Doch als er 1983 in Mannheim zu studieren begann, wurde der Aufwand schlichtweg zu groß und Wiedenhaupt kehrte zum Weseler TV zurück. Und auch mit der Oberliga feierte er sechs Jahre später ein Wiedersehen. Ausschließlich mit Eigengewächsen schaffte der WTV 1989 den Sprung in diese Liga.

„Es war die schönste Zeit während meiner Laufbahn und in sportlicher Hinsicht der wertvollste Erfolg“, erzählt Wiedenhaupt vom zweijährigen Gastspiel seines Vereins in der Oberliga. Dass er im Alter von 52 Jahren immer noch für den WTV an der Platte steht, betrachtet er mit einem weinenden und einem lachenden Auge. „Wir müssen schon aufpassen, dass unsere erste Mannschaft nicht überaltert“, erzählt Wiedenhaupt und verweist auf die ebenfalls recht routinierten Teamkollegen.

Auf der anderen Seite macht es ihm nach wie vor Spaß „mit den jungen Leuten durch die Gegend zu fahren“. So lange sich daran nichts ändert, will er weitermachen. Dem Weseler TV würde auch etwas fehlen, wenn Ulrich Wiedenhaupt plötzlich nicht mehr an der Platte steht.

Quelle: RP

 
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