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Fußball: "Der Frost muss erst aus dem Boden raus"

zuletzt aktualisiert: 19.02.2010

Die Stadt Wesel hat die Plätze in Wesel schon am Mittwoch bis einschließlich Sonntag gesperrt. Die Trainer der Weseler Fußball-Teams mussten sich damit erneut ein Alternativ-Programm für die Übungseinheiten einfallen lassen. Joachim Schwenk sprach mit Rainer Helbig, der beim städtischen Betrieb ASG für die Grünflächen und damit auch für die Weseler Sportplätze zuständig ist.

Rainer Helbig vom städtischen Betrieb ASG.  Foto: RPO
Rainer Helbig vom städtischen Betrieb ASG. Foto: RPO

Wie ist der Zustand der Sportplätze in der Stadt?

Helbig Nicht gut. Deshalb haben wir sie ja auch gesperrt. Auf den Ascheplätzen taut die Oberfläche an und ist matschig. Das Wasser kann nicht ablaufen, weil Frost im Boden ist. Das Problem ist, dass wir die Plätze in diesem Zustand nicht abschleppen können. Sie sind weiter uneben und deshalb auch nicht bespielbar. Auf Rasen geht erst recht nichts. Man würde die Grasnarbe abschälen, wenn darauf gespielt würde. Das würde erhebliche Schäden verursachen.

Wie lange kann die Sperrung noch dauern?

Helbig Jetzt muss erst einmal der Frost aus dem Boden raus. Wie lange das dauert, hängt vom Wetter ab. Der Wetterbericht sagt für die nächsten Tage zumindest in den Nächten noch Temperaturen um den Gefrierpunkt voraus. Wenn wir großes Pech haben, kann es noch fast zwei Wochen dauern, bis die Plätze wieder in einem guten Zustand sind.

Und so lange bleiben sie auch gesperrt?

Hilbig Erst einmal haben wir eine Entscheidung bis Sonntag getroffen. Das ist der Zeitraum, den wir momentan überblicken können. Am Montag sehen wir uns direkt morgens die Plätze an und werden den Vereinen dann umgehend mitteilen, wie es weitergeht.

Hat der ungewöhnlich harte Winter größere Schäden an den Plätzen verursacht?

Helbig Nein. Es ist im Winter normal, dass Frost im Boden ist. Nur diesmal hat das halt länger angehalten. Das ist normales Geschäft und führt nicht zu größeren Schäden, wie es etwa bei den Straßen der Fall ist.

Der Ruf nach Kunstrasen-Plätzen wird auch in Wesel nach dem zweiten harten Winter in Folge immer lauter.

Helbig Natürlich wäre es schön, wenn wir diese Alternative hätten und damit auch auf dem neusten Stand der Technik wären. Ich kann die Wünsche der Vereine auch verstehen. Doch die ersten Investitionen für Kunstrasen sind enorm. Die speziellen Pflegemaschinen und der Bau der Plätze kosten eine Menge. Mach zwölf bis 15 Jahren muss der Kunstrasen zudem erneuert werden. Die eigentliche Pflege der Kunstrasen-Felder ist zwar nicht so aufwändig wie bei Asche oder Rasen. Doch unter dem Strich ist so ein Platz teurer, hat aber auch den Vorteil, dass er stärker beansprucht werden kann.

Quelle: RP

 
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