Fußball: Der HSV holt auf
VON MICHAEL ELSING - zuletzt aktualisiert: 07.04.2008Das Hamminkelner Derby der Fußball-Bezirksliga bot zwar nur mäßigen Fußball. Aber es sah auch einen verdienten Sieger. Neuling Hamminkelner SV bezwang BW Dingden mit 1:0 und nähert sich in der Tabelle dem Lokalrivalen.
Jörg Gonschior, Trainer des Hamminkelner SV, hatte vor der Partie betont, dass er seine Mannschaft noch nicht auf eine Stufe mit BW Dingden stellen will. Da mag er Recht haben, wenn man auf die Historie beider Clubs schaut. Momentan liegen die beiden Fußball-Bezirksligisten allerdings nicht allzu weit auseinander. Das spiegelt nicht nur die Tabelle wider, in der Neuling HSV nach dem gestrigen 1:0 (1:0)-Heimsieg im Derby bis auf zwei Zähler an die Blau-Weißen herangerückt ist. Das zeigte sich auch auf dem Platz, auf dem nicht zu erkennen war, welches der beiden Teams nun über die größere Erfahrung in der Bezirksliga verfügt.
Deshalb ging der knappe Erfolg des Gastgebers auch in Ordnung. In der ersten Halbzeit war BW Dingden zwar das tonangebende Team. Die „riesigen Torchancen“, die BWD-Trainer Heiner Bauhaus gesehen haben wollte, konzentrierten sich jedoch nur auf eine Gelegenheit, die Kai Hoffmann in der 20. Minute vergab. Allerdings besaß auch der HSV nur eine Möglichkeit im ersten Durchgang. Doch die nutzte der Neuling. Jonas Kinder nahm in der 26. Minute ein feines Zuspiel von Julian Weirather auf und schoss das 1:0.
So spielten sie
Hamminkelner SV: Ziegler – Burghammer, Buttenborg, Haddick, Bothen, Heggemann (46. Heinze, 75. Dennis Stadler), Kinder, Storm, Weirather, Altmann (69. Jansen), Schneider.
BW Dingden: Hupe – Akil (75. G. Wolberg), Holz, T. Wolberg, Giesen, Groß-Langenhoff, Faets, Schröder, Kottwitz, Hoffmann (67. Volmering), Salman.
Drei Chancen für Weirather
Nach dem Wechsel veränderte sich zunächst gar nichts. Die Gäste besaßen ein optisches Übergewicht. Doch ihre Aktionen waren weiter wenig zwingend. Das änderte sich erst in der letzten Viertelstunde, als zunächst Youssef Salman (76.) und dann der eingewechselte Stefan Volmering (79.) gute Möglichkeiten zum Ausgleich besaßen. Zu diesem Zeitpunkt hätte der Hamminkelner SV aber auch schon mit 2:0 in Front liegen können, weil der starke Weirather in der 68. Minute nur den Pfosten traf und auch mit dem Nachschuss scheiterte.
Die Dingdener, die in der Schlussphase alles nach vorne warfen, hätten sich am Ende nicht beschweren dürfen, wenn die Niederlage noch deutlicher ausgefallen wäre. Denn zwei Mal Weirather sowie der äußerst fleißige Carsten Schneider tauchten jeweils frei vor dem Tor von Lars Hupe auf, brachten den Ball jedoch nicht in dessen Gehäuse unter. Für die Gäste gab es kurz vor dem Ende dennoch einen weiteren Rückschlag. Oliver Kottwitz sah in der Nachspielzeit wegen Nachtretens die Rote Karte.
Gonschiors Lob
Trotz der vergebenen Großchancen war Gonschior stolz auf seine Schützlinge. „In dieser Besetzung hat die Mannschaft noch nie zusammengespielt. Und dafür hat sie wirklich ein Riesenspiel gezeigt“, freute sich der Coach, der vor allem die Disziplin und die Ordnung seines Teams hervorhob. Sein Gegenüber bemängelte, dass seine Spieler „nicht richtig dagegen gehalten“ hätten und mit der „ungewohnten Asche“ nicht zurecht gekommen seien.
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