Fußball: Der PSV Wesel ist zurück im Geschäft
VON MICHAEL ELSING - zuletzt aktualisiert: 07.04.2008Der PSV Wesel ist im Titelrennen der Fußball-Bezirksliga wieder im Geschäft. Nach dem gestrigen 4:3 (3:2)-Sieg beim VfL Rhede II und der gleichzeitigen 4:5-Niederlage des Tabellenführers TV Jahn Hiesfeld bei BW Wesel beträgt der Rückstand des PSV auf Platz eins nur noch drei Punkte. „Das ist erstaunlich, wird uns für die nächsten Spiele aber entsprechend motivieren“, freute sich Trainer Werner Lehwald über die frohe Kunde aus dem Lippestadion.
Die Darbietung der eigenen Mannschaft konnte ihn jedenfalls nicht in gute Stimmung versetzen, wobei er dem Team zugute halten musste, dass es gleich einige Hiobsbotschaften zu verkraften hatte. Der Ausfall von Andre Vieira, Marvin Prietzel und Kadir Güzel hatte ja schon vorher festgestanden. Doch dann mussten einen Tag vor dem Spiel Sebastian Schöneberg sowie kurz vor dem Anpfiff noch Torhüter Patrick Erhart und Daniel Schild passen. „Das erklärt, warum bei uns heute von Fußball nicht viel zu erkennen war“, sagte Lehwald.
Dabei hatte es für die Gäste gut begonnen. Carsten Bossow verwandelte in der siebten Minute einen an Dennis Kiewitz verursachten Foulelfmeter. Doch in der 25. und 32. Minute drehte der VfL das Spiel kurzzeitig. Allerdings nur bis 300 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff. Da unterlief dem Gastgeber ein Eigentor. Und dem PSV gelang sogar noch vor dem Wechsel die erneute Führung, die Stefan Giesen mit einem weiteren Foulelfmeter erzielte.
Im zweiten Durchgang musste der Tabellenzweite bis in die Schlussphase warten, ehe der eingewechselte Timo van Gelder in der 90. Minute mit seiner ersten Ballberührung für die Entscheidung sorgte. Das 3:4 des VfL Rhede in der Nachspielzeit, das aus einem Foulelfmeter resultierte, war nur noch Ergebniskosmetik. „In der Abwehr und in der Rückwärtsbewegung haben wir heute ein paar Schwächen gezeigt. Der Sieg war glücklich, aber nicht unverdient“, meinte Lehwald.
PSV Wesel: Grunewald – Meyer, Sürek, Kirsch, Giesen, Sayman (71. Serifi), Bossow, Tuncel, Cwiek, Kaya (90. van Gelder), Kiewitz.
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