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Leichtathletik: Der Startschuss für die achte Laufbahn

zuletzt aktualisiert: 19.03.2010

Wesel kann in der Leichtathletik als Veranstaltungs-Standort weiter in der Ersten Liga mitspielen. Der Schul- und Sportausschuss gab gestern Abend den Startschuss dafür. Er stimmte einstimmig dem von der Ampel-Koalition gestellten Antrag zu, den Ausbau auf acht Laufbahnen nach bewährtem Modell zu finanzieren. Will heißen: Der Weseler TV nimmt als Bauherr für das 150 000-Euro-Projekt ein Darlehen auf, das aus Sparkassen-Mitteln getilgt wird. So hat's schon beim Bau der Tribüne und des Mehrzweck-Gebäudes in Wesels Vorzeige-Sportstätte bestens funktioniert.

Die Stadt wartet jetzt darauf, dass sie vom Land die Nachricht erhält, dass die 700 000 Euro teure Sanierung der Anlage bezuschusst wird. "Dann gehen alle Aufträge sofort raus", sagte Sportdezernent Wolfgang Jung. Die Zeit drängt. Schließlich sollen Ende August bereits die Deutschen Mehrkampf-Meisterschaften im dann erweiterten und modernisierten Stadion stattfinden. "Es wird eng, ist aber zu schaffen", sagte Heinz-Georg Oberender vom städtischen Betrieb ASG.

"Wir haben uns alle bemüht, eine Lösung zu finden. Das Bündnis hat beschlossen, den Sack zuzumachen, um den Sport-Standort Wesel zu stärken", sagte SPD-Fraktionschef Ludger Hovest. Er kritisierte die CDU dafür, dass sie den "Neid-Gedanken" geschürt habe. Die Opposition hatte die Frage aufgeworfen, ob andere Clubs nicht unter dem Griff in den Sparkassen-Topf leiden müssten. "Das ist bösartig. Wir werden das für den Sport in Wesel machen, ohne dass ein anderer Verein zu kurz kommt", meinte Hovest. Die CDU wollte, dass diese Aussage ins Protokoll aufgenommen wird und stimmte dem Plan dann zu. "Wir sind ebenfalls froh, dass die Möglichkeit geschaffen wird, das Stadion zu erweitern", sagte Volker Haubitz.

Manfred Frach ist es auch. "Ich freue mich über diese Entscheidung", sagte der Leichtathletik-Abteilungsleiter des WTV, als er von der Rheinischen Post über das Ergebnis informiert wurde. "Es war aber auch eine Minute vor zwölf. Wenn wir es jetzt nicht geschafft hätten, wäre aus der achten Bahn nie mehr etwas geworden."

Quelle: RP

 
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